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Das Mittelmeer : Griechische Giftmüllkippe

Greenpeace-Aktivisten haben am Mittwoch gegen die Verschmutzung des Mittelmeers durch die griechische Firma LARCO S.A. protestiert. Das staatseigene Unternehmen produziert den Nickelgrundstoff für die griechischen Ein- und Zwei-Euro-Münzen und beliefert sechs bis sieben Prozent des europäischen Marktes. Schätzungsweise eine Million Tonnen giftigen Abfalls aus der Produktion werden jährlich im Mittelmeer versenkt.

Keinen Giftmüll ins Meer und Stoppt die Einleitungen forderten die Umweltschützer auf großen Bannern an LARCO-Ladekränen. Die griechische Regierung wurde außerdem aufgefordert, ihren Verpflichtungen zum Schutz des Mittelmeers nachzukommen. Athen hat zwei internationale Konventionen unterzeichnet: die London Convention gegen das Einleiten von Giftmüll ins Meer und die Barcelona Convention zum Schutz des Mittelmeers.

Um trotz der London Convention giftige Industrieabfälle ins Meer kippen zu können, nutzt die griechische Regierung eine Gesetzeslücke: Sie lässt das Dumping in eigenen Gewässern zu. Die Barcelona Convention wurde zwar unterzeichnet, aber bis heute trotz internationaler Verbindlichkeiten nicht ratifiziert. Nikos Charalambides, Geschäftsführer von Greenpeace Griechenland, kommentiert dies als krasse Heuchelei, die einen Betrug an der gesamten Mittelmeergemeinschaft darstellt. (sit)

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