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Mögliche CO2-Endlager an vielen Orten Brandenburgs?

Kein CO2-Endlager - Probleme lösen statt verstecken - unter diesem Motto protestieren am Freitag und Sonnabend Greenpeace-Aktivisten gegen die Energiepolitik der Linkspartei. Die Partei hält heute in Frankfurt/Oder und morgen in Bad Belzig ihre Regionalkonferenzen ab. Wirtschaftsminister Ralf Christoffers fördert in Brandenburg die CCS-Technologie und will CO2-Endlager zulassen.

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CO2-Endlager sind teuer, riskant für Mensch und Natur und kommen zu spät für echten Klimaschutz. Trotzdem bleibt die Brandenburgische Linke auch nach dem Landesparteitag Anfang März bei ihrer schwachen Haltung zur CO2-Endlager-Frage. Wir wollen, dass die Linke ihr Wahlversprechen wahr macht und die Verpressung von CO2 im Untergrund konsequent verhindert, sagt Greenpeace-Energieexpertin Anike Peters.

CO2-Endlager: Eins, zwei, drei, viele?

In Brandenburg setzt der Energiekonzern Vattenfall weiter auf die Verbrennung der besonders klimaschädlichen Braunkohle. Wirtschaftsminister Christoffers unterstützt diese Geschäftspolitik. Er setzt auf CCS (Carbon Capture and Storage) - die Abscheidung und Lagerung von CO2. Diese Technologie setzt geeignete Standorte zur Endlagerung des CO2 voraus. Anträge des Energieunternehmens, in Beeskow und Neutrebbin solche CO2-Endlager zu erkunden, sind bereits bewilligt.

Die von Greenpeace veröffentlichte Übersicht über mögliche CO2-Endlager zeigt, dass unter vielen Orten vor allem im Osten Brandenburgs CO2 verpresst werden könnte. Wenn Christoffers und Vattenfall sich durchsetzen, werden unter Umständen viel mehr Brandenburger auf CO2-Deponien leben als befürchtet, sagt Peters.

CCS = weiter wie bisher

Die Risiken der CCS-Technologie sind unkalkulierbar. Die Haftung der Industrie für mögliche Leckagen ist im aktuellen Gesetzesentwurf der Bundesregierung auf 30 Jahre beschränkt. Die Langzeitsicherheit über 10.000 Jahre ist nicht gewährleistet. Auch die Versicherungsbranche hält die Risiken für ein Wiederaustreten des CO2 für nicht versicherbar.

Die Linke hat auf ihrem Landesparteitag am 5. März 2011 beschlossen, auf keinen Fall gegen den Willen der Bevölkerung zu handeln. Die Brandenburger wollen keine CO2-Endlager, also muss die Partei unter das Thema ein für allemal einen Schlussstrich ziehen, sagt Peters.

Für den Klimaschutz kommt CCS außerdem viel zu spät, denn die Technik ist frühestens 2030 großflächig verfügbar. Wir müssen CO2 vermeiden statt verpressen! Für echten Klimaschutz muss jetzt mit dem Ausstieg aus dreckigen Kohlekraftwerken begonnen werden, sagt Peters. Eine saubere Energiezukunft für das Land Brandenburg könnte mit der aktuellen Überarbeitung der Brandenburger Energiestrategie 2020 vorbereitet werden.

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