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Chemikalienpolitik: Wir wollen nur Ihre Unterschrift, nicht Ihr Blut!

Ich möchte die Menschen aufrütteln und ihnen zeigen, dass Gifte überall sind, sogar in unserem Körper, sagt Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland. Sie ließ sich zusammen mit der Schriftstellerin Karen Duve sowie den Schauspielern Peter Lohmeyer und Ralph Herforth Blut abnehmen, das im Labor auf die Belastung mit Chemikalien untersucht wird. Hintergrund: Mitte November wird das Europaparlament in zweiter Lesung über die EU-Chemikalienreform (REACH) entscheiden. Dank heftiger Lobbyarbeit der chemischen Industrie droht eine Verwässerung der Reform. Dagegen soll mobil gemacht werden. Machen Sie mit! Unterstützen Sie die Forderung nach Schutz vor unnötigen Chemikalien durch Ihre Online-Unterschrift.

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Tausende von Chemikalien werden Tag für Tag in unserem Alltag eingesetzt. In Bekleidung, Kosmetika, Verpackungen, Geräten und und und ... Halb so wild, die Industrie wird schon wissen, was das für ein Stoff ist, den sie einsetzt? Weit gefehlt! Über die Gefahrenpotentiale und genauen Wirkungsweisen der allermeisten Alltagschemikalien ist nichts bekannt.

Diese gefährlichen Chemikalien sind ein riesiges Problem, sagt Behrens. Deshalb darf die EU die einmalige Chance nicht vergeben, jetzt ein wirksames Chemikaliengesetz auf den Weg zu bringen.

Noch am Dienstag kam ein ermutigendes Signal aus Brüssel: Der Umweltausschuss des Europaparlaments erteilte den Vorschlägen des EU-Ministerrates, die das zukünftige Genehmigungsverfahren schwächen sollten, eine Absage. Doch nun gilt es, alle Abgeordneten im Europaparlament zu überzeugen, für eine starke Chemikalienrichtlinie zu stimmen. Tun Sie das, indem Sie sich auf unsere Online-Unterschriftenliste setzen!

Unterstützung gibt es schon von prominenter Seite: Nachdem man in der Schule das Fach Chemie abgewählt hat, glaubt man, damit nichts mehr zu tun zu haben. Denkste! Gefährliche Stoffe sind überall drin - in Handys, Spielzeug, Outdoor-Jacken oder Parfüms. Das finde ich unverantwortlich. Die Chemieindustrie muss alles offen legen. Dafür müssen wir die Konzerne unter Druck setzen. Ich mache mit, weil ich will, dass meine Kinder gesund aufwachsen, sagte der Schauspieler Peter Lohmeyer bei seiner Blutabnahme.

Ich muss gestehen, dass ich bis vor kurzem nicht wusste, welch globales Problem in chemischen Gefahrenstoffen steckt, sagte die Schriftstellerin Karen Duve nach ihrer Blutspende. Ich selbst habe viel mit Allergien zu tun, deshalb war ich gerade auf einer Entgiftungskur. Meine Forderung ist klar: Es dürfen keine gefährlichen Chemikalien in die Umwelt gelangen, und wann immer möglich müssen weniger riskante Stoffe eingesetzt werden.

Auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung muss allerdings noch etwas gewartet werden. Die liegen erst in ein paar Wochen vor. Doch so lange sollten wir nicht mehr warten: Werden Sie jetzt aktiv, damit die EU-Parlamentarier die richtige Entscheidung treffen. Nehmen Sie an der folgenden Mitmachaktion teil:

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