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Chemieindustrie muss REACH anerkennen

Greenpeace, BUND, WWF und DNR haben die Industrie aufgefordert, ihren Widerstand gegen die neue EU-Chemikalienpolitik aufzugeben. Anlass für den Appell: Das Umweltbundesamt hat am Mittwoch in Berlin den ersten Entwurf einer Studie zu den Auswirkungen des geplanten neuen EU-Chemikaliengesetzes vorgestellt. Die Studie soll Ende September fertiggestellt sein.

Das neue EU-Gesetz REACH (Registrierung, Evaluation und Autorisierung von Chemikalien) soll einen besseren Umwelt- und Verbraucherschutz gewährleisten und wird von den Industrieverbänden heftig bekämpft. Andreas Bernstorff, Chemieexperte bei Greenpeace, äußerte sich in Berlin befremdet darüber, wie kleinmütig die Industrie an das Thema herangehe und ihre Innovationspotenziale herunterspiele.

Bernstorff: Wir lesen täglich in der Werbung über Kreativität und Innovationskraft der Industrie. Und tatsächlich gibt es historische Großtaten. Als 1989 die Verbrennung gefährlicher Abfälle auf hoher See beendet wurde, ging der Einsatz Krebs erregender Chlorkohlenwasserstoffe schlagartig zurück. Chemikalien wurden auf wässriger Basis eingesetzt, Druckwalzen konnten mit Rapsöl gereinigt werden, Gifteinsatz durch Ultraschall ersetzt werden. Die Konsequenz aus diesen Erfahrungen kann nur heißen: Der Druck auf die Industrie muss erhalten bleiben. Nur dann bewegt sie sich.

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