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Berggipfel in Kirgisistan

Der erste weltweite Berggipfel fand letzte Woche in Kirgisistan statt. In der Hauptstadt Bishkek trafen sich fünf Tage lang über 600 Vertreter aus 60 Ländern, um Strategien für den Lebensraum zu diskutieren. Die Konferenz wurde im Rahmen des Internationalen Jahres der Berge der UN durchgeführt. Es ist der bislang grösste Gipfel, bei dem sich Regierungen, internationale Organisationen, NGOs und Wissenschaftler mit den Problemen der Bergwelt auseinandersetzen.

Die Teilnehmer verabschiedeten einstimmig das Bishek-Berg-Programm. Es enthält Handlungsempfehlungen, um das Ökosysem und die Ressourcen der Berge besser zu schützen. Ein Viertel der gesamten Erdoberfläche ist von Bergen bedeckt. Über zehn Prozent der Menschen leben in diesen Regionen. Sie spenden frisches Wasser für mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung, sowie wichtige Nahrungsmittel. Der Lebensraum ist durch den Klimawandel, Umweltverschmutzungen und Kriege bedroht.

Der kirgisische Präsident Akaev zeigte sich erfreut über eine Initiative von Norwegen, die ein konkretes Handlungsbeispiel als Ergebnis der Konferenz sei. Die Skandinavier wollen die Sanierung von kirgisischen Atommüllendlagern finanziell zu unterstützen. Diese befinden sich nahe der Stadt Maily-Suu, hoch in den Bergen. Der radioaktive Müll droht in die Flüsse zu gelangen, die in das fruchtbare Fergenatal fliessen. Zehn Millionen Menschen sind durch den strahlenden Abfall bedroht. Der Atommüll stammt aus der früheren Sowjetunion. Insgesamt gibt es in der Gegend 23 Endlager in zehn Gebirgsdeponien.

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