Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Berggipfel in Kirgisistan

Der erste weltweite Berggipfel fand letzte Woche in Kirgisistan statt. In der Hauptstadt Bishkek trafen sich fünf Tage lang über 600 Vertreter aus 60 Ländern, um Strategien für den Lebensraum zu diskutieren. Die Konferenz wurde im Rahmen des Internationalen Jahres der Berge der UN durchgeführt. Es ist der bislang grösste Gipfel, bei dem sich Regierungen, internationale Organisationen, NGOs und Wissenschaftler mit den Problemen der Bergwelt auseinandersetzen.

Die Teilnehmer verabschiedeten einstimmig das Bishek-Berg-Programm. Es enthält Handlungsempfehlungen, um das Ökosysem und die Ressourcen der Berge besser zu schützen. Ein Viertel der gesamten Erdoberfläche ist von Bergen bedeckt. Über zehn Prozent der Menschen leben in diesen Regionen. Sie spenden frisches Wasser für mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung, sowie wichtige Nahrungsmittel. Der Lebensraum ist durch den Klimawandel, Umweltverschmutzungen und Kriege bedroht.

Der kirgisische Präsident Akaev zeigte sich erfreut über eine Initiative von Norwegen, die ein konkretes Handlungsbeispiel als Ergebnis der Konferenz sei. Die Skandinavier wollen die Sanierung von kirgisischen Atommüllendlagern finanziell zu unterstützen. Diese befinden sich nahe der Stadt Maily-Suu, hoch in den Bergen. Der radioaktive Müll droht in die Flüsse zu gelangen, die in das fruchtbare Fergenatal fliessen. Zehn Millionen Menschen sind durch den strahlenden Abfall bedroht. Der Atommüll stammt aus der früheren Sowjetunion. Insgesamt gibt es in der Gegend 23 Endlager in zehn Gebirgsdeponien.

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Wegwerfware Retouren

Die Deutschen bestellen immer mehr im Netz – und schicken immer häufiger Pakete zurück. Kaum jemand weiß allerdings, dass ein großer Teil der Retouren nicht wieder verkauft wird, sondern im Müll landet. Nur Einer von Zehn ist sich dieser Verschwendung bewusst, zeigt die Greenpeace-Umfrage zum Online-Kaufverhalten 2018.

Mehr zum Thema

Weg mit dem Müll

Was tun mit seinem Müll, wenn man ihn nicht selbst entsorgen will? Recherchen zeigen: Reiche Länder exportieren Hunderttausende Tonnen nach Malaysia ­– zum Schaden des Landes.

Mach was!

Während der Handel mit Rabattschlachten zum Massenkonsum ruft, trafen sich am Wochenende Kreative und Künstler, die auf Reparieren, Selbermachen, Tauschen setzen statt auf Kaufen.

Pakete bis zum Mond

2017 wurde so viel online bestellt, dass die Pakete fast bis zum Mond und zurück reichen würden. Was die Verbraucher nicht wissen: Große Teile der Retouren landen im Müll.