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Auf Mission nach Moskau

Die erste Etappe ist geschafft. Nach zehn Tagen Fahrt unter Segeln hat das Greenpeace-Schiff Beluga II den Hafen von St. Petersburg erreicht. Von dort aus geht es weiter auf russische Flüsse, von denen die Besatzung Wasserproben nehmen und analysieren wird. Schadstoffeinleitungen in russische Gewässer sind vermutlich verantwortlich für die hohe Belastung der Ostsee. Es ist das erste Mal überhaupt, dass ein westliches Schiff die Wasserstraßen der russischen Föderation befahren darf, um an sensiblen Stellen die Wasserqualität zu überprüfen. Von dieser ungewöhnlichen Messfahrt berichten zwei Teilnehmer für das Greenpeace-Blog.

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Am Dienstag, dem 20. April, hat das Greenpeace-Schiff Beluga II den Hamburger Hafen verlassen und sich zur Fahrt nach Moskau aufgemacht. An Bord: Ein sechsköpfiges Greenpeace-Team aus Deutschland, das in St. Petersburg von russischen Experten verstärkt wird. Die Besatzung der Beluga II wird das russische Greenpeace-Büro bei ihrer Kampagne zum diesjährigen Ministertreffen der Helsinki-Kommission (HELCOM) unterstützen. Auf der Konferenz, die vom 18. bis 20. Mai in Moskau stattfindet, sollen die Ergebnisse der Messungen präsentiert werden.

Durch die Entnahme und Analyse von Wasserproben will Greenpeace internationale Politik und Öffentlichkeit auf die Dringlichkeit geeigneter Maßnahmen zur Reduzierung der Gewässerbelastungen hinweisen und die russische Regierung aufordern, die entsprechenden Maßnahmen rasch einzuleiten.

Über den Verlauf der zweimonatigen Expedition berichten zwei der Teilnehmer regelmäßig im Greenpeace-Blog - mit ganz unterschiedlichen Sichtweisen.

Crewmitglied Birte Lohmann schreibt über das Leben und Arbeiten an Bord eines Greenpeace-Schiffs und das besondere Handwerk einen Klipper zu segeln.

Wolf Wichmann ist Mitglied des Wissenschaftlerteams. Er bloggt über die aktuelle Expedition und darüber, was eine Landratte an Bord der Beluga II erlebt.

 

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