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Atommüll: Reden Sie mit!

Selbst wenn die deutschen Atomkraftwerke im Jahr 2022 alle abgeschaltet sind – eine Lösung für den bis dahin angefallenen Atommüll ist in weiter Ferne. Die Bundesregierung  will nun Fakten schaffen. Greenpeace fordert eine offene und transparente Suche nach einem Endlager – und lädt zu einer Tagung.

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Wo kann es in Deutschland ein sicheres atomares Endlager geben? Diese ist eine der drängendsten Fragen, die sich Bund und Länder derzeit stellen. Auch wenn Deutschland seit mehr als einem halben Jahrhundert Atomenergie nutzt, gibt es immer noch keine Lösung, wo der Abfall gelagert werden soll.

Im Sommer letzten Jahres hat der Deutsche Bundestag das Standortauswahlgesetz verabschiedet. Jetzt soll eine Expertenkommission Kriterien für die Endlagerung des hochradioaktiven Mülls entwickeln. Greenpeace und andere Umweltorganisationen nehmen an der Kommission nicht teil – weil das von der Bundesregierung beschlossene  Verfahren eine ergebnisoffene und transparente Suche nicht zulässt.

Bis zum Jahr 2031 will die Bundesregierung ein Endlager festlegen. Ohne eine öffentliche Debatte wird es aber keine dauerhafte Lösung geben können.  Aus diesem Grund laden Umweltverbände wie Greenpeace, Deutscher Naturschutzring und BUND am Wochenende des 28. und 29. März zur Tagung „Atommüll ohne Ende- auf der Suche nach einem besseren Umgang“ nach Berlin ein.

Die Tagung soll dazu wichtige Impulse geben. Angesprochen werden die akuten Gefahren des (hochradioaktiven) Atommülls. Ebenso sollen die positiven und negativen Erfahrungen beim Suchverfahren für Tiefenlager von Atommüll in der Schweiz Berücksichtigung finden. Diskutiert werden außerdem Vorschläge für eine verbesserte Atommüllpolitik- Atommüll mit Ende!

Wir freuen uns über rege Teilnahme. Weitere Infos auch über die Anmeldung finden Sie im unten angehängten Flyer.

Publikationen

Flyer:Atommüll ohne Ende

Nach dem Atomgesetz werden die Atomkraftwerke bis 2022 abgeschaltet. Was bleibt, ist der über Jahre angesammelte radioaktive Müll. Wohin damit?
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