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Das fordern Greenpeace-Aktivisten bei den Koalitionsverhandlungen in Niedersachsen

Standort Gorleben aufgeben!

SPD und Grüne verhandeln in Niedersachsen über Themen wie Ökolandbau, Waldschutz und den Standort Gorleben. Damit die Verhandlungen in die richtige Richtung gehen, demonstrieren Greenpeace Aktivisten mit einer Castor-Attrappe und einem Banner. Sie fordern: "35 Jahre Lug und Trug sind genug: Gorleben aufgeben!"

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Die Koalitionsgespräche in Hannover sind angelaufen. Heute, am 1. Februar, verhandeln die zukünftigen Regierungsparteien über ihre politischen Ziele. Greenpeace beobachtet sie dabei aufmerksam und hat sich heute Morgen mit Banner und Castor-Attrappe aufgestellt. Ein zentrales Thema ist für Greenpeace der Umgang mit dem Atommüll-Zwischenlager Gorleben.

"Wir erwarten, dass SPD und Grüne ihre Versprechen, den Standort Gorleben aufzugeben, halten und dies im Koalitionsvertrag verankern", sagt Tobias Riedl, Atomexperte von Greenpeace. "Der marode Salzstock in Gorleben wurde jahrzehntelang nur mit Lügen, Tricks und Vertuschung am Leben gehalten. Rot-Grün in Niedersachsen hat es in der Hand, dies zu beenden und den Weg für eine ehrliche Endlagersuche freizumachen."

Bereits im November hatte Greenpeace einen eigenen Vorschlag für eine Endlagersuche veröffentlicht. Entscheidend darin sind der Ausschluss von Gorleben sowie eine angemessene Öffentlichkeitsbeteiligung.

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