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Schnellabschaltung im AKW Krümmel

Der Pannenreaktor in Krümmel ist am Samstagmittag per automatischer Schnellabschaltung vom Netz gegangen. Der Meiler war nach zwei Wochen Betriebsdauer und zwei Pannen erst am Freitag wieder hochgefahren worden. Der Vorfall deutet auf ernste Probleme hin.

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Nach zwei Jahren Reparatur und Überprüfung des Reaktors in Krümmel gleich drei Pannen in den ersten 14 Tagen - wer jetzt noch glaubt, dass deutsche Atomkraftwerke sicher sind, glaubt womöglich auch an den Osterhasen, kommentiert Atomexperte Mathias Edler von Greenpeace.

Die heutige Reaktorschnellabschaltung ist aufgrund bisher nicht erkannter, aber offenbar gravierender Sicherheitsprobleme erfolgt. Die Pannen zeigen, dass Atomkraftwerke nicht zu beherrschen sind. Sie sind ein enormes Sicherheitsrisiko und müssen abgeschaltet werden.

Greenpeace fordert die Atomaufsicht in Kiel auf, Krümmel sofort und endgültig stillzulegen. Die Zuverlässigkeit des Betreibers ist sichtlich nicht gegeben. Die Schnellabschaltung eines Atomreaktors wird immer durch eine Situation ausgelöst, die anderenfalls den GAU - den größten anzunehmenden Unfall - zur Folge haben könnte. Solche Situationen können entstehen bei einem Ausfall der Eigenstromversorgung, dem Ausfall der Kühlmittelpumpen beziehungsweise dem Absenken des Füllstandes im Reaktordruckbehälter.

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