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NRW: Mit Atomtechnologie von vorgestern in die Zukunft?

Wollen sie oder wollen sie nicht? Medienberichten zufolge erwägt Nordrhein-Westfalen den Bau eines neuen Atomkraftwerks. Der Westfälischen Rundschau sagte Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Montag, er halte den Thorium-Hochtemperaturreaktor für eine zukunftsweisende Technologie. Die Technologie wurde schon 1989 zu den Akten gelegt, die Nachricht am Montagmittag dementiert.

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Thomas Breuer, Atomexperte bei Greenpeace, nennt den Thorium- Hochtemperaturreaktor ein Gespenst von vorgestern. Der Forschungsreaktor zur Thorium- Hochtemperaturtechnologie in Hamm-Uentrop wurde bereits 1989 stillgelegt, weil er sich als wirtschaftlicher und politischer Irrweg herausstellte.

Die Energiekrise der Zukunft lasse sich nicht mit Milliardeninvestitionen in völlig überholte Ideen in den Griff bekommen, sagt Breuer. Dem Problem sei nur mit einer mutigen und entschlossenen Hinwendung zu erneuerbaren Energien beizukommen. Solange Schwarz-Gelb in Nordrhein-Westfalen nichts anderes einfällt, als Strom aus Uran und Kohle zu gewinnen, sollten sie Andreas Pinkwart besser als Rückständigkeitsminister denn als Innovationsminister bezeichnen.

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