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Großdemo gegen Atomkraft am 5. September in Berlin

„Mal richtig abschalten!“

Während die Atomlobby noch von Laufzeitverlängerungen träumt, wächst der Widerstand gegen die Atomenergie. Bürgerinitiativen und Umweltverbände wollen am 5. September gemeinsam mit zehntausenden Menschen in Berlin gegen Laufzeitverlängerungen für alte AKW und ein Endlager im unsicheren Salzstock Gorleben demonstrieren. Der Protest formiert sich rund 30 Jahre nach der Großdemo gegen eine Wiederaufarbeitungsanlage im niedersächsischen Wendland.

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Im März 1979 machen sich im wendländischen Lüchow 40 Landwirte mit ihren Traktoren auf den Weg in die niedersächsische Landeshauptstadt. Dort wollen sie gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) im Gorlebener Forst protestieren: der Beginn des legendären Trecks nach Hannover.

Auf dem Weg erschüttert die Meldung vom Reaktorunfall in Harrisburg/USA die Republik. Das war nicht nur die letzte Initialzündung für viele daheim gebliebene Bauern aus Lüchow-Dannenberg und den Dörfern an der Fahrtstrecke, sondern auch für viele andere Menschen aus der ganzen Bundesrepublik, sich auf den Weg zu machen. Am 31. März 1979 empfangen 100.000 Menschen unweit der Landesregierung über 300 Traktoren unter dem Motto Gorleben soll leben!. Der kleine Treck der wendländischen Bauern war zur größten Anti-Atom-Demonstration in der Geschichte der Bundesrepublik geworden. Sechs Wochen später erklärte der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) immer noch sichtlich beeindruckt von den Menschenmassen vor seiner Tür: Eine WAA ist wirtschaftlich machbar, aber politisch nicht durchsetzbar!

30 Jahre später rollen die Trecker wieder - diesmal nach Berlin. Start ist am 29. August im Wendland. Endpunkt ist eine große Demo am 5. September vor dem Brandenburger Tor unter dem Motto: „Mal richtig abschalten!“ Die Initiatoren fordern keine Laufzeitverlängerungen für alte AKW und kein Endlager im unsicheren Salzstock Gorleben. Stattdessen verlangen sie den Einstieg in eine sichere und umweltfreundliche Energieversorgung für die Zukunft - mit der Kraft aus Sonne, Wind und Wasser.

Greenpeace unterstützt den Anti-Atom-Treck auf vielfältige Weise. So begleitet unser Greenpeace-LKW mit der Castor-Attrappe den Treck nach Berlin. Zahlreiche Greenpeace-Gruppen haben angekündigt, am Samstag, den 5. September, vor dem Brandenburger Tor dabei sein zu wollen. Mit der Demonstration zwei Wochen vor der Bundestagswahl soll ein politisches Zeichen gesetzt werden: „Atomkraft abwählen!“ Denn bei der Wahl am 27.09.2009 werden auch die Weichen für die zukünftige Energiepolitik gestellt. Entweder hält Deutschland fest an klimaschädlichen und gefährlichen zentralen Großkraftwerken, die mit Kohle und Uran betrieben werden. Oder es geht vorwärts in eine Zukunft mit umweltfreundlichen Energieträgern.

Direkt vom Treck berichtet unser Atomexperte Mathias Edler in unserem Blog.

Mehr Informationen zum Treck und der Großdemo gibt es auf der Mal-richtig-abschalten-Homepage.

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