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Gesundheitsrisiko außerhalb der Evakuierungszone um Fukushima

Werte bis zu 10 Mikrosievert/Stunde – da kommt in nur wenigen Tagen eine maximale Jahresdosis zusammen. Gemessen haben sie Strahlenexperten von Greenpeace an verschiedenen Stellen im japanischen Iitate. Das Dorf liegt zwanzig Kilometer außerhalb der Evakuierungszone. Offensichtlich kein Grund für die Behörden, die Schutzzone zu vergrößern.

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Der japanischen Regierung ist es vollkommen bewusst, dass es hohe Strahlenwerte aus dem Atomkraftwerk Fukushima 1 weiter über die Evakuierungszone hinaus gibt, sagt Strahlenexperte Jan van de Putte.

Der Holländer leitet das Greenpeace-Team vor Ort, um abseits der dürftigen offiziellen Informationen unabhängige Messungen vorzunehmen. Die Verwaltung der Präfektur Fukushima hat selbst im gleichen Dorf in den vergangenen zwei Wochen teils noch höhere Radioaktivität gemessen.

Die aktuellen Werte von Sonntag, dem 27. März, sind hoch genug, um eine Evakuierung zu rechtfertigen. Trotzdem halten die Behörden an ihrer Empfehlung fest und ergreifen immer noch keine Schritte, um die Menschen dort zu schützen oder sie über die gesundheitlichen Risiken aufzuklären, sagt van de Putte. Die japanische Regierung empfiehlt lediglich, in einem Umkreis von 20 bis 30 Kilometern um Fukushima, in den Häusern zu bleiben.

Bis zum 20. März haben nur etwa zehn Prozent der Einwohner das Dorf freiwillig verlassen.

Es ist ganz eindeutig nicht sicher für die Menschen in Iitate, dort zu bleiben. Besonders Kinder und schwangere Frauen sind gefährdet, wenn sie die maximal erlaubte jährliche Dosis in nur wenigen Tagen erreichen, erklärt van de Putte. Diese liegt aktuell bei 1.000 Mikrosievert. Das Risiko steige durch die Aufnahme von radioaktiv verstrahlten Lebensmitteln oder direktem Einatmen.

Der Betreiber des Krisen-Atomkraftwerks Fukushima verstrickt sich derweil in unterschiedliche Angaben zur Radioaktivität in Reaktor 2: Statt zehn Millionen Mal habe man eine 100.000fache Strahlung gemessen. Unklar ist weiterhin, wie hoch die Konzentration an Jod-134 dort sei. Alles deutet auf eine Eskalation der Lage hin.

Greenpeace fordert, die Vorfälle in Fukushima auf die höchste Stufe 7 der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) einzustufen und die Evakuierungszone von 20 auf bis zu 100 Kilometer auszuweiten.

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