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Freitag 11.3. bis Montag 14.3.2011

Atomarer Notstand in Japan (Teil 1)

Japan ist vom schlimmsten Erdbeben seiner Geschichte heimgesucht worden. Eine bis zu zehn Meter hohe Flutwelle überrollte die nordostjapanische Küste. In dieser Not sind die Menschen einer weiteren Gefahr ausgesetzt: Im Katastrophengebiet liegen mehrere große Nuklearanlagen. In Japan herrscht der atomare Notstand. Wir informieren rund um die Uhr, der Nachrichtenlage entsprechend, über den Stand der Dinge. (Zeitangaben nach MEZ. Japan: MEZ + acht Stunden.)

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Montag, 14. März 2011

23:47 Uhr: Ein BBC-Reporter berichtet von Untersuchungen in den Städten nahe Fukushima. Die Einwohner seien auf radioaktive Verseuchung getestet worden. Offiziellen Angaben zufolge wurde nur bei wenigen Menschen leicht erhöhte Radioaktivität festgestellt (Spiegel online).

23:15 Uhr: Schaden am Reaktordruckbehälter von Block 3 (MOX) festgestellt. Regierungssprecher Edano teilt mit, dass am Dienstagmorgen (japanischer Zeit) der Druck gesunken sei und Meerwasser in den Reaktor gepumpt worden sei. In Reaktor 2 soll es keinen starken Anstieg der Radioaktivität gegeben haben (BBC).

22.50 Uhr: Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan hat persönlich die Einsatzleitung zur Bewältigung der Reaktorkrise übernommen. Er koordiniert ein neu eingerichtetes Krisenzentrum der Regierung und der Betreiberfirma (Tepco (Spiegel online). Die Lage in Reaktor 2 ist nach wie vor instabil (BBC).

22:40 Uhr: Der AKW-Betreiber Tepco teilt mit, dass der Wasserstand im Reaktor vermutlich wegen eines Lecks nicht sofort auf die gewünschte Höhe gestiegen sei. Ein Behördenvertreter verneint trotzdem, dass ein kritisches Ereignis unmittelbar bevorstehen könnte (BBC).

22:30 Uhr: Wie verzweifelt in Fukushima 1 der Kampf gegen die drohende Kernschmelze ist, zitiert der Guardian (Quelle: New York Times): Sie sind in absoluter Panik.

21.22 Uhr: Die Techniker fluten den Reaktorblock 2 mit Meerwasser (stern.de).

21.06 Ein Erdbeben der Stärke 4,1 erschüttert dem Fernsehsender NHK zufolge die Hauptstadt Tokio (n-tv).

20:20 Uhr: Die Techniker haben wieder angefangen, Meerwasser in Reaktor 2 zu pumpen, nachdem ein Dampfdruckventil geöffnet worden war (Kyodo News).

19:45 Uhr: 3100 Mikrosievert am Haupttor von Fukushima 1. Das ist das Doppelte des zuvor gemessenen Maximums. Bei einer Röntgenaufnahme des Oberkörpers sind es rund 80 Mikrosievert (n-tv).

18:59 Uhr: Nach Angaben der IAEA läuft in Fukushima derzeit keine Kernschmelze ab (ZDF heute.de).

17:40 Uhr: In Reaktor 2 sei der Druck so groß, dass kein Wasser mehr reingepumpt werden könne, meldet ZDF heute.de. Das Druckventil lasse sich nicht öffnen.

17:35 Uhr: Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital erklärt, der Reaktorkern sei so heiß, dass er viele Wochen lang das Potenzial habe durchzuschmelzen. Es sei ein ständiges Ankämpfen. Wenn man die Sache aufgibt, ist in wenigen Stunden die Kernschmelze passiert.

17:32 Uhr: Die japanische Regierung hat 230.000 Dosen Jod an die Notunterkünfte in der Nähe von Fukushima 1 verteilt (IAEA).

16:55 Uhr: Die Radioaktivität in Fukushima 1 ist auf das Doppelte gestiegen (Kyodo News). Japan hat die IAEA um Hilfe gebeten (BBC). Hong Kong, Malaysia, die Philippinen, Singapur and Taiwan wollen aus Japan importierte Lebensmittel auf Strahlung untersuchen (AFP).

16:20 Uhr: Regierungssprecher Yukio Edano geht davon aus, dass sich im Reaktor 2 anders als in den Fukushima-1-Reaktoren 1 und 3 keine Explosion in Folge einer Anhäufung von Wasserstoff ereignen wird, berichteten japanische Medien. Die zwei Explosionen, die sich am Montag im Reaktor 3 ereignet hatten, hatten ein Loch in das Nachbargebäude gerissen, in dem Reaktor 2 untergebracht ist. Durch das Loch könnte der Wasserstoff entweichen, der bei einem weiteren kontrollierten Druckabbau entsteht, so dass das Risiko einer Explosion verringert würde.

16:05 Uhr: Der japanische Nuklearingenieur Masashi Goto erklärt, dass bei MOX-Brennstäben der Schmelzpunkt niedriger und daher die Gefahr einer Kernschmelze bei ausgefallener Kühlung größer sei als bei anderen Reaktoren. Bei einer Explosion könnte das Plutonium doppelt so weit verteilt werden (BBC). In allen drei Reaktoren des Standorts Fukushima 1 droht die Kernschmelze.

15:10 Uhr: Reaktor 2 in Fukushima 1 (Daiichi) wird weiter mit Meerwasser zu kühlen versucht. Derweil scheint die Lage in Fukushima 2 (Daini) derzeit unter Kontrolle zu sein.

13:25 Uhr: Die New York Times berichtet, dass in Fukushima 1 möglicherweise über viele Monate Druck abgelassen, also Radioaktivität in die Umgebung abgelassen werden muss.

13:15 Uhr: In Reaktor 2 des AKW Fukushima 2 könnte die Kernschmelze bevorstehen (Kyodo News).

13:10 Uhr: Aus Reaktor 2 wurde Druck abgelassen (Kyodo News).

13:05 Uhr: Techniker versuchen erneut, den Reaktor 2 mit Meerwasser zu kühlen (ZDF heute.de).

12:50 Uhr: Der Betreiber des AKW Tokai 2 (Japan Atomic Power) teilte mit, dass der Reaktor bis Dienstagmorgen sicher heruntergekühlt werden könne.

12:45 Uhr: Die New York Daily News berichtet, dass bei 17 Angehörigen der US-Navy, die vor Japan im Pazifik stationiert waren, erhöhte Strahlungswerte gemessen wurden.

12:20 Uhr: Die Lage im AKW Fukushima 1 spitzt sich dramatisch zu. Die Brennstäbe in Reaktor 2 liegen jetzt völlig frei, es droht eine Kernschmelze (Agentur Jiji unter Berufung auf den Betreiber Tepco).

12:15 Uhr: Die Schweiz gibt ihre Atompläne auf (AFP).

12:10 Uhr: dpa: Bundesregierung erwägt Aussetzung der Laufzeitverlängerungen.

10:15 Uhr: Im Reaktor 2 des AKW Fukushima 1 sinkt der Kühlwasserstand. Er werde bald unter die Höhe der Brennstäbe absinken, sagte der japanische Regierungssprecher Yukio Edano.

9.30 Uhr: Die Einleitung von Meerwasser soll eine Überhitzung des Reaktors 2 im Kernkraftwerk Fukushima Eins verhindert haben, teilte die Betreiberfirma Tepco mit. Die Temperatur im Reaktor sei auf unter 100 Grad Celsius abgesunken, berichtete die Nachrichtenagentur Jiji Press.

8.40 Uhr: Die Kühlung im Reaktor 2 des Kernkraftwerks Fukushima Eins fällt aus, der Kühlwasserstand sinkt. Der Wasserstand liegt allerdings noch oberhalb der Brennstäbe, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Dadurch sei zur Zeit die Gefahr einer Überhitzung noch gering. Regierungssprecher Yukio Edano sagt, die Einleitung von Meerwasser zur Kühlung werde vorbereitet.

07.54 Uhr: Im AKW Fukushima 1 funktioniert die Kühlung für den Reaktor 2 nicht mehr, so die Nachrichtenagentur Jiji, die die Information vom AKW-Betreiber Tepco hat. Damit ist ein weiteres Kühlsystem ausgefallen.

05.52 Uhr: Regierungsprecher Edano teilt nach der Explosion mit, dass der Kontrollraum von Reaktor 3 unbeschädigt sei; die Strahlenwerte bleiben konstant, Eine neue Explosion hält er für unwahrscheinlich.

05.47 Uhr: Einordnung: Der Reaktor 3 in Fukushima wird mit sogenannten Mox-Brennelementen (Mischoxid-Brennelemente) betrieben. Diese enthalten Plutonium - das ist nicht nur hoch radioaktiv, sondern auch hochgiftig.

04.36 Uhr: Rund 240 Kilometer von der Anlage Fukushima 1 entfernt liegt Tokio. Dort hat der Gouverneur eine Strahlenmessung angeordnet. Aktuell zieht der Wind nicht ins Landesinnere, sodass radioaktive Elemente Richtung Pazifik geweht werden.

04.18 Uhr: Mehrere Arbeiter sind bei der Explosion verletzt worden.

03.52 Uhr: Die japanischen Behörden bestätigen die Explosion. Ein Gebäude auf dem Gelände von Fukushima 1 soll eingestürzt sein. Die Reaktorhülle (Block 3) soll intakt sein.

03.52: Eine neue Tsunami-Warnung wurde ausgegeben.Die Bevölkerung an der Nordostküste soll sich an höher gelegene Orte begeben.

03:30 Uhr: NTV und Kyodo: Eine weitere Wasserstoffexplosion - diesmal in Reaktor 3?

02.40 Uhr: Die Tagesschau berichtet von einem starken Nachbeben der Stärke 6,2 in Tokio. Schäden seien noch nicht bekannt. Der japanische Regierungssprecher Naoto Kan schätzt die Lage um die Atomanlage Fukushima 1 als besorgniserregend ein. Kyodo meldet drei weitere Personen, die aufgrund von radioaktiver Belastung behandelt werden.

Sonntag, 13. März 2011

23:34 Uhr: Um die Atomanlage Fukushima 1 sollen die Strahlenwerte wieder über den Normalwert gestiegen sein (BBC; Kyodo News)

22:55 Uhr: Die japanischen Behörden haben laut IAEA mitgeteilt, dass die Radioaktivitätswerte beim AKW Onagawa wieder auf normalem Stand seien. Wahrscheinlich seien die erhöhten Werte vom Nachmittag auf die Situation in Fukushima 1 zurückzuführen.

21:10 Uhr: ZDF heute.de zu Fukushima 1: Unsichere Lage in Reaktor 1, drohende Explosion in Reaktor 2, Reaktor 3 mittlerweile unter Kontrolle, Kühlprobleme in Reaktor 4. Verwirrende Nachrichtenlage: Reaktor 4 war zur Zeit des Unglücks nicht in Betrieb.

21:00 Uhr: Nach Angaben des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) werden rings um Fukushima 1 etwa 210.000 Menschen aus der Gefahrenzone gebracht (Quelle: n-tv).

20:55 Uhr: FAZ-Artikel: Ursprünglich sollte Block 1 des AKW Fukushima 1 genau 30 Jahre laufen. Im Jahr 2000 erteilte die damalige Regierung in Tokio den heimischen Versorgungsunternehmen die Möglichkeit, die Laufzeit ihrer alten Anlagen zu verlängern. Seitdem werden die kontinuierlich überwachten Reaktoren alle zehn Jahre überprüft, testiert und erhalten gegebenenfalls eine neue auf eine Dekade befristete Lizenz für den Weiterbetrieb.

19:50 Uhr: BBC unter Berufung auf World Nuclear News: In Onagawa ist technischer Notstand ausgerufen worden, nachdem die Strahlung innerhalb der Anlage auf 21 microSieverts pro Stunde gestiegen war. Danach sei der Wert innerhalb zehn Minuten wieder gesunken. Laut Betreiber sei jetzt alles in Ordnung. Auch in Onagawa soll alles unter Kontrolle sein.

19:20 Uhr: Tokai-Betreiber sagt, Kühlsysteme und Pumpen arbeiten gut.

18:10 Uhr: BBC meldet, dass im AKW Tokai zwei von drei Dieselgeneratoren ausgefallen sind.

17:40 Uhr: Eilmeldung Spiegel online: Noch ein Notfall in einem Atomkraftwerk. In der Anlage Tokai südlich von Fukushima ist das Kühlsystem ausgefallen. Die Anlage befindet sich 120 Kilometer nördlich von Tokio und wurde noch am Freitag nach dem Beben automatisch abgeschaltet. Auch am AKW Onagawa wurden überhöhte Werte von Radioaktivität gemessen.

16.20 Uhr: Mehrere hundert Atomkraftgegner haben in Gorleben für einen Atomausstieg demonstriert. Zunächst sollen rund 30 Traktoren die Zufahrt zu dem Lager verstellt haben, anschließend hätten über 400 Demonstranten das Gelände vorübergehend besetzt.

16.07 Uhr: Der Anstieg der Radioaktivität im Atomkraftwerk Onagawa ist einer japanischen Agentur zufolge Ergebnis des Lecks im Kraftwerk Fukushima. Die Betreibergesellschaft Tohoku sehe keine Probleme bei der Kühlung von Onagawa, heißt es.

16.04 Uhr: Der BBC berichtet: Strahlungswerte in Miyagi 700-fach über normal.

15.55 Uhr: ZDF Info berichtet, das Anfüllen von Block 3 mit Meerwasser gelingt nicht richtig. Es wird ein Leck vermutet.

15.30 Uhr: Im Südwesten Japans hat der Vulkan Shinmoedake Asche und Gestein in die Atmosphäre geschleudert. Die Asche sei dabei bis in eine Höhe von 4000 Metern gelangt, teilen die Behörden mit. Sie beschränken den Zugang zum Gebiet um den Vulkan. Der 1420 Meter hohe Shinmoedake liegt rund tausend Kilometer vom Erdbebengebiet entfernt.

15.05 Uhr: In Japan haben die Behörden den nuklearen Notstand in einem weiteren Atomkraftwerk ausgerufen. Für das Kraftwerk Onagawa sei wegen überhöhter Werte von Radioaktivität die niedrigste Notstandsstufe erklärt worden, teilte die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) am Sonntag in Wien mit.

14.15 Uhr: Nach der BBCWorld/Reuters soll sich TEPCO darauf vorbereiten auch den Block 2 von Fukushima 1 zu fluten.

13.50 Uhr: Die japanische Regierung hat ihre eigene Aussagen über eine Kernschmelze im erdbebenbeschädigten Kraftwerk Fukushima 1 zurückgenommen. Ein Sprecher sagte, es habe im Reaktor 3 am Sonntag keine Kernschmelze stattgefunden.

13.20 Uhr: In Fukushima 1, Block 1 wird weiterhin Kühlwasser zur Kühlung eingeleitet. Die Brennstäbe sind aber immer noch nicht vollkommen mit Wasser bedeckt. Es ist unklar, wie lange es noch dauert.

13.00 Uhr: Die Kraftwerksbetreiber versuchen auch weiterhin, eine Explosion in Block 3 von Fukushima 1 zu verhindern. Auch hier bildet sich aufgrund der freiliegenden Brennstäbe Wasserstoff. Wegen defekter Überdruckventile am Reaktor wissen die Techniker nicht, wieviel Wasser die Brennstäbe noch umgibt. Sicher ist nur, dass der Druck steigt.

12.33 Uhr: Japan drohen massive Engpässe in der Stromversorgung. Um große Blackouts zu vermeiden, planen die Stromkonzerne, Energie zu rationieren. Die Maßnahme müsse wohl mehrere Wochen angewendet werden, sagten Regierungsbeamte. Die Rationierung soll schon am Montag beginnen.

12.12 Uhr: BBC meldet, dass die Flutung von Block 3 in Fukushima1 begonnen haben soll.

11.20 Uhr: Der Kraftwerksbetreiber TEPCO rechnet mit einer Explosion im Block 3 des Atomkraftwerks Fukushima 1.

11.10 Uhr: Viele der evakuierten Menschen, die aus dem Gebiet um Fukushima 1 evakuiert wurden, sind sehr besorgt. Sie wüssten nicht, was passiert, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Sie hätten Angst vor der radioaktiven Strahlung. Viele seien extrem erschöpft, einige sind bereits krank geworden. Helfer berichten, es gebe zu wenig warme Decken für die vielen Menschen - die Kälte mache ihnen zu schaffen.

10.45 Uhr: Rund um die Atomanlage Fukushima haben die Behörden eine deutlich erhöhte Strahlenbelastung gemessen. Auch um das Atomkraftwerk Onagawa sind erhöhte Werte gemessen worden, die aber evt durch aus Fukushima herangewehte radioaktive Partikel hervorgerufen sein können.

10.07 Uhr: Aus der Region um die Atomanlagen Fukushima 1 und 2 sind bislang über 200.000 Menschen evakuiert worden. Alle werden auf Radioaktivität untersucht.

07:43 Uhr: Die Brennstabe im Reaktor Nr. 3 in Fukushima Daiichi seien teilweise verformt, es sei noch nicht zu einer Kernschmelze gekommen - so Edano. Er schließt eine Explosion am Reaktor nicht aus, diese würde - so die Aussage - sich wohl nicht auf den Reaktordruckbehälter auswirken.

04.35 Uhr: Regierungssprecher Yukio Edano spricht von mindestens einer Kernschmelze. Noch am Samstagmittag (MEZ) war dies kein Thema für die japanische Regierung: Die Explosion am AKW Fukushima 1 (Reaktor 1) werde zu keinem größeren radioaktiven Leck führen, so der Premierminister Naoto Kan. Heute, am Sonntag, hält man eine zweite Kernschmelze in Reaktor 3 für möglich.

04.21: Betreiber Tepco meldet, dass der Versuch, das ausgefallene Kühlsystem in Reaktor 3 (Fukushima Daiichi) mit Wassereinspritzung auszugleichen, fehlgeschlagen ist. Am Reaktor wird zudem seit einigen Stunden radioaktiver Dampf abgelassen, um den Druck zu verringern.

03:45 Uhr: Kyodo-News liefert die Radioaktivitätswerte auf dem Gelände von Fukushima 1, Block 3. Sie lagen zeitweise bei 1.204 Microsievert/Stunde. Erlaubt sind 500. Nsch deutschen Grenzwerten könnte ein Mensch sich knapp eine Stunde dort aufhalten, bevor die jährliche Höchstmenge in etwa erreicht wäre.

02:48 Uhr: Mindestens 19 Menschen (Vortag: 3) aus der Nähe des Reaktors wurden am Sonntag mit radioaktiver Belastung ins Krankenhaus eingeliefert.

02:47 Uhr: Die Radioaktivität auf dem Gelände von Fukushima 1 (Daiichi) übersteige die zugelassene Höchstmenge, meldet Kyodo-News. Betreiber Tepco kommentiert, dies stelle keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung dar.

02:10 Uhr: Betreiber Tepca lässt radioaktiven Dampf in Block 3 von Fukushima 1 (Daiichi) ab, um den Druck zu senken. (Reuters)

00:54 Uhr: Betreiber Tepco bereitet Maßnahmen in Block 3 von Fukushima 1 (Daiichi) vor, um dort Druck abzulassen. (Reuters). Es ist bereits der sechste Reaktor mit Notkühl-Problemen in den Anlagen von Fukushima 1 und 2 seit Freitag.

Samstag, 12. März 2011

23:20 Uhr: Seit heute Mittag (20:20 Ortszeit) pumpt Tepco mit Borsäure vermischtes Meerwasser in den außer Kontrolle geratenen Reaktor. Ob es gelingt, ist offen (Spiegel online).

22:45 Uhr: Die Zahl der Personen, die am AKW Fukushima Radioaktivität ausgesetzt worden sind, könnte nach Angaben der japanischen Atomaufsichtsbehörde bis zu 160 betragen. Bei neun Personen war bereits vermutet worden, dass sie der Strahlung ausgesetzt waren. Die Angaben stützen sich auf lokale Behörden.

22:15 Uhr: Laut japanischer Atombehörde arbeitet auch in Block 3 des AKW Fukushima 1 das Notkühlsystem nicht.

21:45 Uhr: Die IAEA berichtet unter Berufung auf japanische Informationen, dass mittlerweile 140.000 Menschen aus der Umgebung von zwei Atomanlagen evakuiert wurden - 170.000 aus dem 20-Kilometer-Radius von Fukushima 1 (Daiichi), 30.000 aus dem 10-Kilometer-Radius von Fukushima 2 (Daini). Die Evakuierung sei noch nicht beendet. Seit gestern keine Meldungen mehr zu den Problemen in Fukushima 2. Auch über die Probleme mit der Kühlung in der Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho keine neuen Infomationen.

20:05 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel will laut dpa alle deutschen AKW einem Sicherheitscheck unterziehen. Sicherheitsüberprüfungen seien richtig, antwortet Greenpeace-Atomexperte Tobias Riedl, aber nicht erst seit heute.

18:45 Uhr: Noch immer ist unklar, ob und wie viel Radioaktivität ausgetreten ist. Nach Angaben der japanischen Regierung ist keine erhöhte Strahlung im Umfeld des Reaktorgebäudes Fukushima nachweisbar. Dagegen berichtete der Fernsehsender NHK, in der Nähe des Blocks 1 seien 1015 Mikrosievert pro Stunde gemessen worden - eine doppelt so hohe Strahlendosis wie der Grenzwert bei einem atomaren Notfall. Betroffen vom Ausfall der Kühlanlage ist auch ein zweiter Reaktor der Anlage, die aus insgesamt sechs Meilern besteht (Spiegel online).

17.45 Uhr: Die japanische Tageszeitung Asahi berichtet, der Kühlwasserspiegel im Fukushima-Reaktor sei auf einen Stand von 1,7 Metern gesunken. Die Brennstäbe seien etwa vier Meter hoch, lägen also zur Hälfte frei. Kernkraftbetreiber Tepco hatte angekündigt, den Reaktor mit Meerwasser runterkühlen zu lassen.

17:40 Uhr: Die japanische Atombehörde stuft den Reaktorunfall von Fukushima auf Level 4 der siebenstufigen Ines-Skala für die Tragweite von Atomzwischenfällen ein. Nach der Definition ist das ein Atomunfall mit lokalen Konsequenzen. Das hieße beispielsweise, dass geringfügig Radioaktivität an die Umwelt abgegeben wurde, was zur lokalen Kontrolle von Lebensmitteln führen könnte. Auch eine Kernschmelze oder mindestens ein Strahlentoter fallen in diese Kategorie. Der Super-GAU von Tschernobyl 1986 wurde auf Level 7 eingestuft, der GAU von Three Mile Island 1979 auf Level 5 (Quelle: BBC).

17.07 Uhr: Der AKW-Betreiber Tepco und Strahlenschutzexperten der Atom- und Industriesicherheitsbehörde Nisa sind auf dem Reaktorgelände. Sie haben die Uran-Kernspaltungsprodukte Cäsium und Jod festgestellt. Daraus schließen Tepco und Nisa die Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze als hoch ein, berichten japanische Medien übereinstimmend.

16.23 Uhr: Der Problemreaktor im AKW Fukushima stand nach Angaben einer internationalen AKW-Datenbank kurz vor der Stilllegung. Der Reaktor 1 des Meilers Fukushima 1 sollte nach etwa 40 Jahren in diesem Monat den Betrieb einstellen; eine Datenbank des Forschungszentrums Nuclear Training Centre in Slowenien nennt als erwartetes Datum der Stilllegung den März 2011.

16.04 Uhr: In der Nähe von Fukushima 1 wurden 1.015 Mikrosievert pro Stunde gemessen, berichtet NHK unter Berufung auf Behördenvertreter auf seiner Internetseite. Diese Strahlendosis ist doppelt so hoch wie der Grenzwert, bei dem die Betreiber von Atomkraftwerken den Notfall erklären und die Regierung informieren müssen.

15.32 Uhr: Nach der japanischen Agentur Kyodo sind bislang in der Kisenregion mehr als 300.000 Menschen evakuiert worden. Die Zahl soll noch weiter anwachsen durch die Menschen aus dem Gebiet rund um die Atomanlagen Fukushima 1 & 2.

15.04 Uhr: Die japanische Nachrichtenseite nikkei.com meldet ohne Angabe von Quellen, drei Opfer radioaktiver Strahlung seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nähere Informationen liegen bislang nicht vor.

14.22 Uhr: Der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge geben die japanischen Behörden Jod an die Anwohner des AKW Fukushima 1 aus. Die IAEA erneuerte ihr Hilfsangebot an die japanische Regierung.

14.14 Uhr: EU-Energiekommissar Günther Oettinger lädt Anfang kommender Woche zu einem Krisentreffen in Brüssel ein. Aufseher für die Nuklearsicherheit und Atomkraftwerkbetreiber werden über den Unfall und die Konsequenzen für Europa beraten, teilte die EU-Kommission mit.

14.10 Uhr: Die Informationen über Fukushima Daini (II) sind asugesprochen spärlich. Gestern Abend (MEZ) wurde die Evakuierungszone von 3 auf 10 km ausgeweitet, nachdem bekannt wurde, dass dort an drei Reaktorblöcken Probleme mit dem Druck im Reaktor aufgetreten waren. Darüber, wie erfolgreich die Maßnahmen zum Druckausgleich waren, gibt es derzeit keine Infos.

13.40 Uhr: Die Betreibergesellschaft des beschädigten Atomkraftwerks erklärt, das Reaktorgehäuse sei durch die Explosion nicht beschädigt worden. Die kritischen Brennstäbe werden mit Meereswasser runtergekühlt, teilte Japans Regierungssprecher Yukio Edano mit.

13.37 Uhr: Das Bundesumweltministerium wird noch im Laufe des Tages einen Experten für Reaktorsicherheit nach Japan schicken, berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf Regierungskreise.

13.33 Uhr: Japans Premierminister Naoto Kan hat sich besorgt über die Lage nach dem Atomunfall gezeigt, aber nicht von einer Kernschmelze im beschädigten Atomkraftwerk Fukushima gesprochen. Die Explosion vom Nachmittag werde zu keinem größeren radioaktiven Leck führen, sagte anschließend sein Regierungssprecher Yukio Edano.

13.07 Uhr: Die japanischen Behörden bestreiten, dass der Reaktorbehälter beschädigt sei.

12.50 Uhr: Die japanische Behörde für Kernkraftsicherheit hat laut ARD-Korrspondent Robert Hetkämper offiziell bestätigt, dass es im AKW Fukushima eine Kernschmelze gegeben hat.

11.58 Uhr: Die japanischen Behörden haben die Bevölkerung in der Umgebung des Kraftwerks Fukushima 1 dazu aufgerufen, Kaliumiodid-Tabletten einzunehmen, berichtet das ZDF. Die Tabletten sollen verhindern, dass sich radioaktives Iod, das über die Luft eingeatmet wird, in der Schilddrüse anlagert.

11.30 Uhr: Die Behörde für Nuklear- und Industriesicherheit hat laut Fernsehsender NHK erklärt, dass zwei radioaktive Substanzen, Caesium und Jod in der Nähe des Kraftwerkes Fukushima 1 festgestellt worden seien. Das deute darauf hin, dass einige der Metallbehälter mit Uranbrennstoff zu schmelzen begonnen hätten.

11.06 Uhr: Der Fernsehsender NHK melden, dass die japanische Regierung ein medizinisches Notfallteam zum Kraftwerk entsandt hat, für den Fall dass Menschen dort radioaktiver Strahlung ausgesetzt werden sollten. Zu dem Team gehören Ärzte, Pflegepersonal und Fachleute für die Messung von Radioaktivität. Sie sollen ihre Arbeit in einem Nuclear Desaster Response Center, fünf Kilometer vom Kraftwerk entfernt, aufnehmen.

11.06 Uhr: Nach der Explosion im AKW Fukushima 1 ist das Dach des Reaktorgebäudes eingestürzt und die Gebäudehülle beschädigt. Die japanische Regierung bestätigt, dass Radioaktivität austritt. Zudem soll es mehrere Verletzte geben.

09.55 Uhr: NHK TV berichet: Dach und Mauern des Reaktorgebäudes sind zerstört. Die Strahlung vor dem AKW Fukuschima Daiichi (1) um das 1529-Fache erhöht.

09:00: Die Explosion hat Schäden am Reaktorgebäude verursacht. Mehrere Personen wurden bei der Explosion verletzt. N-TV vermutet aufgrund von Bildmaterial, dass die Außenhülle abgesprengt worden ist.

08.50 Uhr: Reuters meldet, dass gegen 6.30 Uhr eine Explosion in TEPCO's Fukushima Daiichi gehört wurde.

06.15 Uhr: Atombehörden befürchten eine Kernschmelze in Fukushima 1 (Daiichi). In der Nähe sei radioaktives Cäsium festgestellt worden, berichtetet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Atomsicherheitskommission. (Quellen: stern.de, N24, Reuters)

05.00 Uhr: Eine traurige Zwischenbilanz des Erdbebens: 389 Tote im Nordosten Japans, 800 Menschen vermisst, 3000 Menschen um die Anlagen in Fukushima evakuiert. 45 Länder bieten Japan Hilfe an.

04:46 Uhr - Betreiber Tepko leitet teilweise radioaktiv belastete Luft im Kraftwerk Fukushima 2 (Daini) ab.

04.06 Uhr: Premierminister Naoto Kan spricht von winzigen Strahlenmengen, die in Fukushima austreten. (Quelle: Guardian/Kyodo)

03.10 Uhr: Die japanischen Behörden warnen die Bevölkerung vor Strahlung. Laut stern.de steige der Druck in den Kraftwerken Daini und Daiichi an und könne in beiden nicht mehr kontrolliert werden.

02:35 Uhr: Zahlreiche widersprüchliche Meldungen - der Guardian listet die Fakten auf:

Durch den Tsunami sind die Diesel-Generatoren, die normalerweise die Kühlsysteme im Notfall aufrechterhalten würden, nicht betriebsfähig. Neue Energiesysteme werden gerade bereitgestellt, so die World Nuclear Association. Betreiber der beiden Leichtwasserreaktoren ist Tokyo Electric Power company (Tepco)

  • Fukushima 1 (Daiichi): Von sechs Kernreaktoren waren drei aufgrund von Wartungsarbeiten abgeschaltet. Block 1 mit steigender Temperatur zu kämpfen; das Kühlsystem funktioniert nicht.
  • Fukushima 2 (Daini): In den Blöcken 1,2 und 4 ist das Kühlsystem ausgefallen. Laut tepco ist der Druck im Reaktor noch stabil, steigt jedoch im Reaktorbehälter an.

Für beide Kraftwerke wurde der Atomare Notstand ausgerufen und Anwohner innerhalb einer 10-Km-Zone um die beiden Anlagen evakuiert.

02:12 Uhr - Regierungssprecher Yukio Edano verkündet, dass erste Schritte in der Atomanlage Fukushima in die Wege geleitet worden sind, um Druck am Reaktor abzulassen. (Quelle: Reuters)

01:20 Uhr - Auch für Fukushima 2 (Daini) wurde der Notstand ausgerufen. Die Kühlsysteme der drei Reaktoren sind ausgefallen. Insgesamt sollen jetzt 80.000 Menschen evakuiert werden.

0:25 - Offenbar gibt es in beiden AKW-Komplexen in Fukushima Probleme. In Fukushima 1 (Fukushima Daiichi) droht die Kernschmelze. In Fukushima 2 (Fukushima Daini) ist das Kühlsystem von drei Reaktoren gestört. (Quelle: Spiegel online)

Freitag, 11. März 2011

23:45 - Greenpeace-Kernphysiker Heinz Smital: Die tausendfach erhöhte Strahlung deutet auf eine zumindest partielle Kernschmelze hin.

23:20 - Dramatische Lage in Fukushima. Im AKW steigt die Radioaktivität rapide an. Es droht eine Kernschmelze. Der japanische Premierminister Naoto Kan forderte die Menschen in einem Radius von 10 Kilometern um das Kraftwerk auf, sich in Sicherheit zu bringen. (Quelle: Spiegel online)

22:10 - IAEA: Nach Angaben japanischer Behörden ist eine mobile Stromversorgung beim AKW Fukushima 2 angekommen. In Block 1 steige der Druck im Reaktorcontainment. Die Behörden hätten beschlossen, Druck abzulassen. Der kontrolliert freigesetzte Dampf solle gefiltert werden, um Radioaktivität in der Anlage zu halten.

21.56 Uhr - FAZ online: Im japanischen Fukushima wächst die Angst vor einem atomaren Zwischenfall. Weil die Kühlung der Brennstäbe ausgefallen war, könnte der Druck das 2,1-fache dessen überstiegen haben, wofür das Turbinengebäude ausgelegt ist, teilte das japanische Handelsministerium mit. Dadurch droht im schlimmsten Fall eine Kernschmelze. Die Betreiberfirma Tepco erwägt, den Druck abzulassen, weiß aber nicht, wie stark die radioaktive Strahlung im Inneren ist.

20:30 - Laut Mitteilung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wird immer noch versucht, die Notstromaggregate des AKW Fukushima Daiichi in Gang zu bringen.

19:55 - Welt online: Es werde erwogen, radioaktiven Dampf abzulassen, um den Druck in einem Reaktor zu senken, berichten japanische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den Minister Banri Kaieda. Ein geringfügiger Austritt von Radioaktivität aus dem AKW Fukushima sei möglich.

19:35 - Die japanische Regierung warnt laut Fernsehsender NHK vor einem weiteren Tsunami.

19:15 - Welt online: Im Erdbebengebiet im Nordosten von Japan wird auch die Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho mit Notstrom gekühlt. Nach Aussage des international tätigen Atomexperten Mycle Schneider lägen dort rund 3000 Tonnen hochradioaktiver abgebrannter Brennstoff. Das entspreche etwa der Menge an Brennstoff, die in 25 bis 30 Atomreaktoren gelagert wird.

19:00 - Spiegel online berichtet, dass die Radioaktivität in einem Turbinengebäude des AKW Fukushima 1 steige. Zudem sei auch der Druck in einem der Reaktoren gestiegen. Japanischen Medienberichten zufolge werde derzeit überlegt, ein wenig Luft rauszulassen, um den Druck zu senken.

18:12 - Laut Spiegel online sollen die USA KÜhlmittel zum AKW Fukushima geliefert haben.

17:35 - ARD-Tagesschau aus Japan: Im Umkreis von zehn Kilometern um das AKW Fukushima sollen die Menschen ihre Wohnung nicht verlassen. Im Umkreis von drei Kilometern werden 6000 Menschen evakuiert.

17:03 Uhr - Laut ARD-Bericht ragen die Brennelemente des AKW Fukushima schon aus dem Kühlwasser. Der Wasserstand sei um zwei Meter gesunken. Die japanische Regierung ABC-Spezialisten auf den Weg geschickt, um Strahlungsmessungen durchzuführen.

16:03 Uhr - FAZ online: Die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln berichtet unter Berufung auf japanische Quellen, dass das Notkühlsystem des Atomkraftwerks Fukushima nur noch im Batteriebetrieb laufe. Die Batterien lieferten nur noch Energie für wenige Stunden. Im allerschlimmsten Fall drohe dann eine Kernschmelze.

Der Greenpeace-Kernphysiker Heinz Smital bezeichnet die Lage als sehr ernst, allerdings könne man die Situation nicht wirklich einschätzen. Es komme jetzt darauf an, ob es gelinge, die Kühlung in Gang zu bringen und ob die Radioaktivität, falls sie freigesetzt werde, innerhalb des Reaktors bleibe.

10:00 bis 16:00 Uhr - Zum Schutz der Bevölkerung vor einem möglichen atomaren Notfall wurde eine Sondereinheit ins Leben gerufen. Die vier Atomkraftwerke, die dem Epizentrum des Bebens am nächsten liegen, sind abgeschaltet. Im AKW Onagawa der Firma Tohoku Electric Power war Feuer in einem Turbinengebäude ausgebrochen. Der Brand soll inzwischen gelöscht sein.

Atomarer Notstand (Teil 2)

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In Genf und Tokyo kämpfen zwei Frauen für besseren Schutz vor den Auswirkungen der Atomkatastrophe in Fukushima. Mit Etappensieg: Japan akzeptiert jetzt die UN-Auflagen.

Der Geschmack der Angst

Seit dem Super-GAU reist Heinz Smital, Greenpeace-Experte für Atomkraft, jährlich für Strahlenmessungen nach Fukushima. Hier erzählt er von seiner Tour im vergangenen September.

Rückkehr ins Ungewisse

Japans Versuche, die Region um das AKW Fukushima von Strahlung zu säubern, sind gescheitert, das zeigt ein Greenpeace-Report. Trotzdem sollen die Evakuierten zurück in ihre Häuser.