Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Asse - alles kommt raus

Die Entscheidung ist gefallen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) wird den gesamten Müll aus dem maroden Salzstock Asse bergen lassen - die einzig vernünftige Lösung des Problems. Greenpeace hat schon im Februar 2009 die Rückholung des Atommülls gefordert.

  • /

Wie von Greenpeace empfohlen werden zwei neue Anlagen gebaut. Eine Konditionierungsanlage zur Neuverpackung der strahlenden Abfälle und ein oberirdisches Zwischenlager.

Die Entscheidung des BfS ist zu begrüßen. Damit zeigt sich, dass die Forderungen von Greenpeace richtig waren. Eine vollständige Rückholung des Atommülls ist die einzige Möglichkeit. Es gibt keine Alternative dazu, kommentiert Atomphysiker Heinz Smital von Greenpeace.

Aus der Asse werden erst einmal 1.000 bis 3.000 Fässer geborgen. Ziel dabei ist es, die Bergungsmethode zu überprüfen. Aufgrund von Schwierigkeiten darf nicht das ganze Vorhaben in Frage gestellt werden. Sollte es zu Problemen kommen, muss alles daran gesetzt werden, diese zu lösen, sagt Smital.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Report: Unequal Impact

Menschenrechtsverletzungen bei Frauen und Kindern nach dem Atomunfall im Kraftwerk Fukushima Daiichi. Report in englischer Sprache.

Mehr zum Thema

Es ist zwei vor Zwölf

Die UN wollen Atomwaffen verbieten, der Vertrag wird gerade ratifiziert. Nur: die Atommächte machen nicht mit. Ein Interview mit Greenpeace-Experte Heinz Smital und Alexander Lurz.

Sicherheit ist gutes Recht

Frankreichs AKW haben ernste Sicherheitsmängel; darauf machten Greenpeace-Aktivisten mit friedlichem Protest aufmerksam. Ein AKW-Betreiber zog vor Gericht – mit mäßigem Erfolg.

Schlechter Gewinner

Frankreichs Präsident Macron wird für seine Vision Europas mit dem Karlspreis ausgezeichnet. Doch sein Beharren auf Atomkraft verdient keine Würdigung, sagen Greenpeace-Aktivisten.