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Angereichertes Uran aus dem Eine-Welt-Laden

Wenn es nach Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier geht, soll der Brennstoff für die Atomkraftwerke weltweit aus einer internationalen Urananreicherungsanlage unter Verwaltung der IAEO kommen. Steinmeier verspricht sich davon eine bessere Kontrolle über die nuklearen Aktivitäten der Staaten. Doch solange es Atomkraftwerke gibt, wird auch das atomare Aufrüsten nicht enden.

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Für Thomas Breuer, Atomexperte bei Greenpeace, geht der Vorschlag Steinmeiers komplett an der Realität vorbei. Durch den Betrieb des Reaktors Buschehr im Süden des Landes gewinnt der Iran Know-how und das nötige Plutonium für den Bau einer Atombombe. Will man den Bau von Atombomben verhindern, ist der weltweite Atomausstieg die einzige Möglichkeit.

Eine unabhängige Stromversorgung können Länder wie der Iran nicht durch die Atomkraft erreichen, da sie über kein oder kaum eigenes Uran verfügen. Unabhängigkeit in der Stromerzeugung erlangen sie nur durch den Ausbau von Erneuerbaren Energien.

Thomas Breuer: Geht es dem Außenminister wirklich um die Eindämmung der Proliferationsgefahr, muss er diese Länder beim Ausbau der Erneuerbaren Energien unterstützen. Das kann glaubhaft nur Deutschland, weil es den energiepolitischen Irrweg der Vergangenheit korrigiert hat und der gefährlichen Atomenergie den Rücken kehrt.

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