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Mitmachen gegen die Robbenjagd in Kanada

Die Mahnwache von Greenpeace gegen die Robbenjagd in Kanada geht weiter. Besonders in Berlin zeigt sich, dass die Nachrichten vom Schlachten auf dem Eis wie in jedem Jahr die Gemüter aufwühlen. Passanten kommen an den Greenpeace-Stand am Brandenburger Tor. Sie haben die Bilder im Fernsehen gesehen, sind empört. Die Erwachsenen unterschreiben den Protest, Kinder stempeln ihren Handabdruck. Bislang haben rund 6000 Menschen unterschrieben.

95 Prozent der über 300.000 Robben, die in diesen Tagen grausam abgeschlachtet werden, sind jünger als drei Monate. Sie sind Ende Februar bis Mitte März geboren, haben gerade ihr weißes Fell verloren. Vorangegangen ist wie in jedem Jahr eines der größten Schauspiele der Natur: Hunderttausende Robben sind von Grönland nach Neufundland gezogen, um sich dort zu versammeln, ihre Jungen zu gebären und das frische Wintereis in eine riesige Kinderstube zu verwandeln.

Die kanadischen Robbenjäger machen diese Kinderstube der Natur nun zu einer Schlachtstätte. Auch dies ein Ritual - allerdings ein sehr bitteres. Denn das Eis vor der Nordostküste Kanadas ist in diesen Tagen wieder von Blut getränkt. Bitte protestieren Sie mit uns gegen das massenhafte Robbenschlachten. Wenn Sie nicht an einen unserer Stände in Berlin, Hamburg, Köln oder München kommen können, machen Sie mit per Internet:

Schluss mit der Robbenjagd in Kanada! (sit)

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