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IWC Korea: Protest gegen die Wiederaufnahme des Walfangs !

Vom 20. bis 24. Juni, fand in der südkoreanischen Stadt Ulsan das 57. Jahrestreffen der Internationalen Walfangkommission (IWC) statt. Auf dem Treffen wird wieder heftig um den Fortbestand des Walfangverbotes von 1986 gerungen. Von höchstem Interesse ist deshalb, welche und wie viele IWC-Mitgliedsnationen für oder gegen den Walfang sind.

Es sah so aus, als schlüge sich das Gastgeberland Korea auf die Seite der Walfänger. Doch dagegen ist in den vergangenen Wochen heftigster Protest aufgebraust. Mehr als 57.000 Menschen weltweit haben sich an dem Virtual March - NO WHALING, der Greenpeace-Protestaktion im Internet, beteiligt. Diese Protestkundgebung richtete sich an die Internationale Walfangkommission (IWC) und ihre Mitgliedsstaaten.

Sie können sich auf der internationalen Protestseite eine Galerie der Menschen aus aller Welt ansehen, die bei dieser Protestaktion mit gemacht haben.

Die koreanische Tageszeitung The Hankyoreh berichtete, dass sich die Stadtväter von Ulsan von dem Plan, eine Walfleisch verarbeitende Fabrik zu bauen, verabschiedet hätten. Vielleicht ist dies auch ein Signal, dass Korea bei der kommenden IWC doch nicht auf der Seite der Walfangbefürworter steht.

Dieser Zeitungsartikel ist der erste Schritt zum Erfolg, sagt Iris Menn, Meeresexpertin bei Greenpeace. Aber noch haben wir nicht die schriftliche Erklärung in der Hand, dass Ulsan tatsächlich auf den Bau der Fabrik verzichtet. Greenpeace protestiert seit Wochen mit einer ständig besetzten Wale-Botschaft auf dem für die Fabrik vorgesehenen Gelände gegen diese Pläne.

Bitte nutzen Sie den Link unter diesem Text, um auf die Protestseite von Greenpeace International (auf Englisch) zu gelangen.

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