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Haft auf Bewährung für den Schutz der Wale!

Heute morgen verurteilten japanische Richter die beiden Greenpeace-Walschützer Junichi Sato und Toru Suzuki zu einem Jahr Haft, ausgesetzt für drei Jahre auf Bewährung. Damit verlassen die beiden Greenpeacer zwar den Gerichtssaal als freie Männer aber der fade Nachgeschmack über das Verfahren bleibt. Das Urteil wurde als Strafe für Diebstahl und Hausfriedensbruch ausgesprochen und stellt eine vollkommen inakzeptable Entscheidung dar.

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Denn Junichi Sato und Toru Suzuki hatten einen der größten Skandale in der japanischen Walfanggeschichte aufgedeckt und können die Unterschlagung und den privatprofitorientierten Verkauf von Walfleisch durch die Besatzung der japanischen Fangflotte beweisen.

Es ist unglaublich, dass die von Greenpeace-Japan vorgelegte Beweiskette von dem Gericht komplett ignoriert wurde, sagt Thilo Maack, Walschutzexperte von Greenpeace. Zeugenaussagen, Videobeweise, wissentliche Meineide der Gegenseite, sowie ein Karton mit unterschlagenem Walfleisch haben nicht zur Verurteilung der für die Waljagd Verantwortlichen geführt. Das japanische Gericht hätte die Korruption in der Walfangindustrie verurteilen müssen - nicht den mutigen Einsatz zum Schutz der Wale, sagt Maack.

Gerechtigkeit für Walschützer!

Greenpeace hatte der japanischen Staatsanwaltschaft in den vergangenen Monaten zahlreiche Beweise für Unterschlagungen von Wal-Fleisch durch die Besatzung der Fangflotte vorgelegt. Aktivisten dokumentierten das Verladen von geschmuggeltem Wal-Fleisch der Firma Kyodo Sempaku. Ein sicher gestellter Karton enthielt über 23 Kilogramm gesalzenes Wal-Fleisch mit einem Marktwert von bis zu 3000 US-Dollar. Nach Zeugenaussagen haben einzelne Besatzungsmitglieder bis zu 20 solcher Kartons an Land geschmuggelt. Dies sei seit Jahren Praxis, gaben Besatzungsmitglieder zu Protokoll.

Im Laufe des Verfahrens hatten mehr als eine halbe Millionen Menschen weltweit Gerechtigkeit für die beiden Walschützer gefordert. Dazu gehörten Nobelpreisträger Desmond Tutu, die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Navanathem Pillay sowie zahlreiche internationale Menschenrechtsexperten und Anwälte. Auch eine Gruppe von deutschen Bundestagsabgeordneten setzte sich für die Greenpeace-Aktivisten ein.

Die Jagd im antarktischen Walschutz-Gebiet gilt seit langem als kommerzielle Unternehmung und hat die Glaubwürdigkeit Japans international in Misskredit gezogen. Im November werden sich Vertreter der walfangbefürwortenden Nationen im japanischen Shimonoseki treffen, um über Strategien zur Rückkehr zum kommerziellen Walfang zu beraten. Greenpeace fordert die Einstellung des Walfangs und eine umfangreiche Neuuntersuchung der erhobenen Korruptionsvorwürfe in der Walfangindustrie.

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