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Flensburger Finnwal auf dem Heimweg

Der Finnwal, der erstmals am 6. Juli in der Flensburger Förde gesichtet wurde, hat seinen Weg zurück in freie Gewässer gefunden. Bereits am Montag gab es Meldungen über eine weitere Finnwalsichtung im Kolding Fjord in Dänemark, rund 80 Kilometer nördlich von Flensburg. Da der Flensburger Wal aber am gleichen Tag noch in der Förde gesichtet worden war, ging man bis Donnerstagmorgen davon aus, es handele sich um zwei unterschiedliche Tiere.

Aber ein Telefonat zwischen der Wasserschutzpolizei Flensburg und einem dänischen Kollegen vom Zoologischen Institut Kopenhagen brachte jetzt Gewissheit: die Sichtungen in Flensburg waren wohl Trugbilder. Der Finnwal hat sich bereits Anfang der Woche in Richtung Nordost-Atlantik auf den Weg gemacht. Mittlerweile hat er bereits den Großen Belt erreicht und ist nun nicht mehr weit von seinen angestammten Gewässern entfernt.

Wir lagen mit unserer Einschätzung - am besten in Ruhe lassen! - also goldrichtig, sagt Thilo Maack, Meeresexperte bei Greenpeace. Die Flensburger Förde wird jetzt zwar keine Sprotten und junge Heringe mehr haben, aber dafür ist der Wal satt und viele Walinteressierte hatten die Möglichkeit, ein eindrucksvolles Beispiel der majestätischen Größe dieser zweitgrößten Walart sehen zu können.

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