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Erneut tote Delfine im Ärmelkanal gefunden

Greenpeace-Aktivisten haben am Dienstagmorgen erneut drei tote Delfine im Ärmelkanal gefunden. Die Tiere trieben mit aufgeschlitzten Bäuchen im Wasser. Die Greenpeacer machten die grausige Entdeckung, als sie zu ihrem Schiff Esperanza zurückkehrten. Zuvor hatten sie gegen zwei französische Gespann-Fischtrawler protestiert. Daraufhin stellten diese das Fischen ein.

Offenbar wurden die drei Delfine wie viele andere ihrer Artgenossen Opfer der riesigen Netze, mit denen die Fischer das Meer nach Wolfbarschen durchkämmen. Die Meeressäuger verfangen sich darin und ertrinken qualvoll. Vermutlich wurde den Delfinen der Bauch aufgeschnitten, um sie zum Sinken zu bringen und dadurch die Metzelei zu vertuschen.Sarah Duthie, Meeresexpertin bei Greenpeace, kommentiert: Durch Gespann-Fischerei sterben Jahr für Jahr Tausende von Delfinen. Unabhängige Beobachter an Bord der Trawler haben das bestätigt. Und die angespülten Körper toter Delfine mit ihren schlimmen Verletzungen durch die Netze sind eindeutig.

Noch bis Ende März wird Greenpeace mit dem Schiff Esperanza im Ärmelkanal unterwegs sein. So sollen möglichst viele Delfine vor dem Schicksal ihrer am Dienstag gefundenen Artgenossen bewahrt werden. (us)

Im Weblog (in Englisch) finden Sie viele aktuelle Eindrücke von der Esperanza, Berichte und Fotos.

Tipps (in englischer Sprache), was Sie gegen das Delfinsterben tun können finden Sie auf der Seite von Greenpeace Großbritannien.

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