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Düstere Aussichten für Walschützer vor Gericht

Die Zeugen der Anklage verhedderten sich in Widersprüchen. Sie widersprachen sich selber, widersprachen einander, widersprachen sogar den Angaben japanischer Behörden - für die angeklagten Walschützer von Greenpeace sieht es dennoch düster aus. Ihre Anwälte gehen von einem harten Urteil aus.

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Im Verfahren gegen Junichi Sato und Toru Suzuki sind die letzten Zeugen vernommen worden. Zwei Walfänger aus dem Zentrum des Schmugglerskandals haben gegen die beiden Greenpeacer ausgesagt. Doch was sie zu sagen hatten, sprach ungewollt nicht gegen sondern für die beiden Angeklagten.

Die Zeugen bestätigten, dass Walfleisch von Bord des Walfangschiffes Nisshin Maru geschmuggelt und unter der Hand verkauft wurde. Nicht nur von Crewmitgliedern, auch von Behördenvertretern. Sie bezeugten, dass Fleisch illegal sogar an das japanische Fischereiministerium geliefert wurde.

Das bestätigt unsere Untersuchungsergebnisse: Es gibt organisierten Schmuggel mit Walfleisch innerhalb des subventionierten Walforschungsprogramms, sagte Junichi Sato. Damit ist auch bewiesen, dass wir im öffentlichen Interesse gehandelt haben.

Japan jagt Wale zu angeblich wissenschaftlichen Zwecken und hebelt damit das Walfangmoratorium aus. Die begehrtesten Teile des Fleisches werden teuer unter der Hand verkauft. Ein doppelter Skandal, denn erstens ist der Handel mit Walfleisch verboten, zweitens profitiert nur eine kleine Schicht auf Kosten der Allgemeinheit. Das Walforschungsprogramm wird aus Steuergeldern finanziert. Junichi Sato und Toru Suzuki haben diesen Skandal im Jahr 2008 aufgedeckt und Beweise vorgelegt.

Seit Februar 2010 wird statt den Schmugglern nun den beiden Greenpeacern der Prozess gemacht - wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs. Alle Zeugenaussagen scheinen nicht zu helfen. Junichis und Torus Verteidiger gehen davon aus, dass am Ende des Verfahrens eine Gefängnisstrafe stehen wird.

Am 8. Juni werden die Schlussplädoyers in einem Prozess gehalten, der offensichtlich politisch motiviert ist. Wir bitten alle Leserinnen und Leser, die unsere Online-Petition an die japanische Regierung noch nicht unterschrieben haben: Tun Sie es jetzt! Unterstützen Sie Junichi und Toru!

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