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CITES 2004: Schlappe für Japan bei Konferenz

Zwergwale bleiben auch weiterhin streng geschützt. Das entschieden die Delegierten auf der Artenschutzkonferenz (CITES) am Dienstag in Bangkok. Japan ist damit auch im vierten Anlauf gescheitert, Zwergwale von Anhang I auf Anhang II herabzustufen. Dies wäre nötig, um wieder Handel mit Walprodukten betreiben zu können.

Und das, obwohl Japan mit einer der größten Delegationen pausenlos Lobbyarbeit für seinen Antrag betrieben hat. Ob sich diese nicht doch für Japan auszahlen würde, war sich auch Gina Sanchez, Meeresexpertin von Greenpeace vor Ort, am Montag nicht sicher: Es gibt tatsächlich eine gewisse Chance, dass sie es mit ihrer Lobbyarbeit diesmal schaffen, Minkewale herabzustufen. Nun muss die japanische Regierung allerdings einsehen, dass selbst die bislang größte und teuerste Lobbykampagne nicht einmal eine einfache Mehrheit für ihren Antrag zustande brachte. Erforderlich wäre eine zwei Drittel-Mehrheit gewesen.

Ein weiteres Tier, für das Greenpeace sich seit Jahren stark macht, hat es außerdem mit einer überwältigenden Mehrheit von 87 zu 34 Stimmen auf Anhang I geschafft. Weiße Haie sind ab sofort streng geschützt, der Handel mit Produkten des Weißen Hais wird in Zukunft kontrolliert. Bei dieser deutlichen Entscheidung ist es unwahrscheinlich, dass sich die Vollversammlung am Mittwoch oder Donnerstag noch anders entscheidet. Alle Entscheidungen, die in einzelnen Sitzungen getroffen werden, müssen im abschließenden Plenum noch bestätigt werden. Am Donnerstag endet die Konferenz. (hol)

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