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Abholzung der Urwälder geht weiter

Artenschutz braucht Taten statt Worte

Die Abholzung der Urwälder geht ungebremst weiter. Alle sechs Stunden verschwindet eine Waldfläche so groß wie Paris unwiderruflich von der Erde. Darauf wiesen Greenpeace und Friends of the Earth am Montag zum Auftakt der Pariser Artenschutzkonferenz hin. Die rund 1200 Teilnehmer der Konferenz wollen bis Freitag unter anderem über den Schutz der Regenwälder und bedrohter Arten beraten.

Die Konferenz befasste sich am Montag auch mit der Naturkatastrophe in Asien und ihren Folgen für die Umwelt. Nach bislang vorliegenden Erkenntnissen sollen Regionen mit intakten Ökosystemen von den Flutwellen weniger stark getroffen worden sein als Gebiete etwa mit zerstörten Mangrovenwäldern. Mangroven und Korallenriffe können eine Pufferfunktion gegen Naturkatastrophen übernehmen, sagte Klaus Töpfer, der Direktor des UN-Umweltprogramms (UNEP).

Die Erwartungen der Öffentlichkeit an die Konferenz sind eher verhalten. Zu viel ist schon diskutiert worden, zu wenig wirklich geschehen. Greenpeace fordert die teilnehmenden Wissenschaftler auf, konkret zu benennen, welche Maßnahmen zu welchen Kosten ergriffen werden müssen. Die Politik ist aufgefordert, Gelder in die richtigen Projekte zu investieren. Greenpeace-Waldexperte Ludovic Frère wies darauf hin, dass französische Entwicklungshilfe teilweise, zum Beispiel im Kongobecken, den Holzfällern zugute komme.

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