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US-Regierung stoppt Pläne für Ölbohrungen in der Arktis

Ein erstes Aufatmen: Der Ölkonzern Shell muss sein Vorhaben, in der Arktis nach Öl zu bohren, aussetzen. Die Schockwelle, ausgelöst durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, hat die US-Regierung auf Trab gebracht. Greenpeace-Proteste gegen die Shell-Pläne haben ihren Teil dazu beigetragen.

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Shell beabsichtigte, ab Juli 2010 an fünf Stellen der Tschuktschen- und Beaufort-See Probebohrungen vorzunehmen - rund 225 Kilometer von der nächsten Küste entfernt. In den folgenden zwei Jahren sollte eine Förderanlage die Arbeit aufnehmen.

Greenpeace hat monatelang auf politischem Weg versucht, diese Pläne zu stoppen. Kurz nach Pfingsten protestierten zudem Greenpeace-Aktivisten: Mit Öl aus dem Golf von Mexiko schrieben sie Arctic Next? auf das Versorgungsschiff Harvey Explorer. Die Harvey Explorer, die in Port Fouchon/Louisiana vor Anker liegt, steht bei Shell unter Vertrag. Sie sollte die Bohrungen in der Arktis unterstützen.

Medienberichten zufolge sind die entsprechenden Bohrlizenzen jetzt ausgesetzt worden. Vor 2011 sei nicht mit Genehmigungen zu rechnen. Bis dahin will die US-amerikanische Regierung weitere Studien über die geplante Bohrtechnologie durchführen lassen. Sie will zudem prüfen, ob im Falle eines Ölunfalls die nötigen Einsatzmöglichkeiten vorhanden sind.

In den kalten arktischen Gewässern wirken sich Ölkatastrophen noch verheerender aus als in wärmerem Wasser. Das giftige Öl baut sich dort wesentlich langsamer ab. Ein trauriges Beispiel hierfür hat die Havarie der Exxon Valdez 1989 geliefert. Damals liefen 40.000 Tonnen Rohöl in den Prince-William-Sound von Alaska. Bis heute findet sich dort Öl - teilweise so frisch wie vor 20 Jahren.

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