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US-Gericht erklärt Shells Notfallpläne für ausreichend

Am Montag entschied ein US-Bezirksgericht in Alaska, dass das "Bureau of Safety and Environmental Enforcement" gesetztlich gehandelt hat, als es Shells Notfallpläne für Ölunfälle in der Arktis genehmigt hat. Vorausgegangen war eine Klage gegen die Genehmigung von einer Koalition verschiedener Umweltorganisationen, der unter anderem Greenpeace, der Sierra Club und Earthjustice angehören.

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Dan Howell, stellvertretender Kampagnendirektor von Greenpeace USA, kritisiert das Gerichtsurteil: "Wir sind über die Entscheidung des Gerichts enttäuscht. Es kann nicht sein, dass die Arktis nicht vor der Ausbeutung der Ölindustrie geschützt wird und lässt die nächste Deepwater Horizon-Tragödie erwarten. Viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt fordern den Schutz der Arktis. Wir werden unser Engagement weiter fortsetzen, um die Gier der Ölkonzerne und laxe staatliche Aufsicht  aufzudecken, die unsere gemeinsame Zukunft zerstört."

Das Urteil ist nicht nachvollziehbar, da im Jahr 2012 das von Shell eingesetzte Bohrschiff "Noble Discoverer" sowie die Bohrplattform "Kulluk" an der Küste Alaskas strandeten. Zudem war Shells Notfall-Ausrüstung für einen Ölunfall in der Arktis bei Tests durch die US-Küstenwache durchgefallen. Eine Untersuchung durch das US-Innenministerium kam im März 2013 zu dem Schluss, dass Shell sein Bohrprogramm gestartet habe, ohne über die nötige Ausrüstung zu verfügen.

Die beiden Bohreinheiten befinden sich derzeit zu Reparaturarbeiten in asiatischen Werften und Shells Arktis-Projekt pausiert. Trotzdem hält Shell an seinen Plänen fest, in der Arktis nach Öl zu bohren. Der Konzern geht sogar noch weiter: Vor einigen Wochen hat sich das Unternehmen mit dem russischen Ölgiganten Gazprom geeinigt, gemeinsam in der russischen Arktis nach Öl zu bohren. Shell dürfte dort von den laxen Umweltauflagen und der verbreiteten Korruption profitieren.

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