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Schadenersatzforderungen an Aktivisten abgelehnt

Die Schauspielerin Lucy Lawless ist zusammen mit sieben weiteren Greenpeace Aktivisten heute in Neuseeland zu jeweils 120 Sozialstunden sowie einer Geldstrafe von insgesamt rund 5200 Neuseeländischen Dollar verurteilt worden. Das Gericht in New Plymouth ahndete damit eine Protestaktion der Aktivisten gegen die Fahrt des Shell Ölbohrschiffes "Noble Discoverer" von Neuseeland in die Arktis.

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Die Aktion im Februar vergangenen Jahres war nach 77 Stunden von der Polizei beendet worden. Das Gericht lehnte heute die von Shell geforderte Schadenersatzzahlung in Höhe von 650.000 Dollar - eine laut Anwalt der Gruppe übertrieben hohe und ungerechtfertigte Summe - ab.

Die Schauspielerin hatte mit sieben weiteren Greenpeace Freiwilligen den Bohrturm des Schiffes erklettert, um gegen die Pläne von Shell zu protestieren, in der Arktis nach Öl zu bohren. Die Noble Discoverer sollte in Auftrag von Shell in der Tschuktschensee vor der Küste Alaskas Probebohrungen durchführen.

Sie sei stolz, ihren Teil zum Protest gegen Shells verantwortungslose Ölbohrungen in der Arktis beigetragen zu haben, sagte Lawless nach der Gerichtsverhandlung. "Seit unserem Protest auf der Noble Discoverer ist es für jeden der zugesehen hat, von den Millionen, die die Greenpeace Petitionen unterschrieben haben, bis zur US Regierung, die Shells Pläne gerade überprüft, klar geworden, dass es niemals sicher sein kann, in der Arktis nach Öl zu bohren."

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