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Riesiger Eisbär für den Schutz der Arktis

In London war am Sonntag (15. September) der Eisbär los: Aurora hat die Größe eines Doppeldeckerbusses und läuft zusammen mit hunderten Menschen durch die britische Hauptstadt.

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Der Bär startet in der Nähe des Parlaments und läuft dann über die Westminster-Brücke bis zum Shell-Hauptquartier. Dort findet dann eine Protestveranstaltung zum Schutz der Arktis statt. Aurora gibt der Arktis eine Stimme. Ihr Gebrüll wird bis in die Chefteagen zu hören sein.

Der Grund für die Aktion: Shell plant in der Arktis Ölbohrungen. Greenpeace fordert stattdessen einen Schutz der Region und ein Verbot für jegliche industrielle Nutzung der Hohen Arktis.

Entstanden ist der Bär bei Greenpeace-Großbritannien. Aurora ist beste Handarbeit von der Insel. Rund zwei Monate haben Konstrukteure und Arbeiter gebraucht, um den Eisbären aus Stahlträgern, Holz, Segeltuch, einer LKW-Achse und diversen anderen Teilen zusammenzusetzen. In Auroras Fell finden sich die Namen aller bisherigen Arktis-Schützer (www.savethearctic.org).

Die heutige Parade in London ist Teil einer globalen Protestaktion. Am ersten internationalen IceRide nehmen weltweit Menschen in über 70 Ländern teil. Für den Schutz der Arktis protestiert auch in Leipzig die dortige Greenpeace-Gruppe.

Der Eisbär Aurora geht übrigens nach seinem Auftritt in London demnächst auf Tournee. Mehr wird an dieser Stelle erst einmal nicht verraten…

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