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Eine Million Unterschriften für den Arktisschutz

Auf der Webseite www.savethearctic.org haben in knapp vier Wochen über eine Million Menschen für den Schutz der Arktis unterzeichnet. Die Namen der Unterzeichner werden im kommenden Jahr in einer speziellen Kapsel am Nordpol deponiert. Ein symbolischer Akt, der deutlich machen soll, dass die Arktis als Erbe der Menschheit nicht dem Interesse weniger Großkonzerne geopfert werden darf.

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Aber nicht nur im Internet waren Aktivistinnen und Aktivisten für den Schutz der Arktis unterwegs. So haben am Freitag, den 13. Juli, Greenpeace-Aktivisten in Den Haag kurz entschlossen den Hauptsitz von Shell übernommen. Das Büro von Shell-Chef Peter Voser übernahm die Geschäftsführerin von Greenpeace Niederlande Sylvia Bohren und kündigte sofort entscheidende Änderungen der Konzernpolitik an.

In der vergangenen Woche haben in Deutschland über 500 ehrenamtliche Greenpeace-Aktivisten in 73 Städten an Shell-Tankstellen Bürger und Passanten über das Arktis-Projekt des Ölkonzerns informiert. Am Montag zuvor waren Greenpeacer in England an 78 Tankstellen in London und Edinburg unterwegs und schlossen sie für den Publikumsverkehr.

In Houston, Texas, haben Aktivisten ein falsches Werbebanner vor der Haustür von Shell platziert. Angefertigt wurde die Werbeattrappe mit einem Online-Tool auf der Seite ArcticReady.com/social Auf der Webseite kann der Protest gegen Shells Arktis-Projekt kreativ ausgelebt werden. Dort kann jeder eine "falsche" Shell-Werbung basteln. Es werden noch Mitmacher gesucht, da deutschsprachige Werbebanner auf der Seite noch klar unterrepräsentiert sind.

Weitere Aktionen fanden in Polen, Chile, Schweden, Argentinien, USA, Frankreich, Tschechien, Ungarn, Dänemark, Finnland, England, Schweiz, Niederlande, Mexiko, Libanon, Kanada und Deutschland statt. Rund um den Globus fordern Menschen, dass die Arktis geschützt wird. Nach der ersten Million haben wir uns jetzt ein neues Ziel gesetzt: zwei Millionen Unterschriften.

Shell geht unterdessen juristisch gegen den Greenpeace-Protest vor. Der Konzern will mit einstweiligen Verfügungen weitere Demonstrationen verhindern. So dürfen sich beispielsweise Greenpeace-Schiffe oder Greenpeace-Mitarbeiter in US-Gewässern nicht näher als 500 Meter (in manchen Fällen sogar 1,5 Kilometer) der Shell-Flotte nähern.

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