Presseerklärung

Konzern bricht seine Zusagen und Ziele beim Umstieg auf saubere Mobilität

Vor VW-Hauptversammlung: Greenpeace-Aktive demonstrieren gegen fehlende Verlässlichkeit

Berlin, 22. 7. 2021 – Für eine verlässliche und konsequente Strategie weg von klimaschädlichen Verbrennungsmotoren demonstrieren Greenpeace-Aktive heute vor der Hauptversammlung des Volkswagen-Konzerns in Berlin.

Von Wegen Klimaschutz“ steht auf einem Banner, das auch das ölverschmierte VW-Logo zeigt. Das Konzern-Management führt heute vor Journalisten im City Cube eine virtuelle Hauptversammlung durch. Erwartet werden neuerliche Bekenntnisse zur Elektromobilität und zum Klimaschutz. Eine heute veröffentlichte Greenpeace-Analyse „Gebrochene Versprechen“ zeigt, dass der Konzern seine Zusagen beim Umstieg auf saubere Mobilität häufig nicht einhält. (Online hier: https://act.gp/2TnZkKw)

„Niemand kann sich auf Volkswagens Ankündigungen beim Rennen um die Mobilität der Zukunft verlassen“, sagt Greenpeace-Verkehrsexpertin Marion Tiemann. „VW verspricht im Klimaschutz gerne viel, aber der Konzern bleibt allzu oft hinter diesen Zusagen zurück. Volkswagen verursacht mehr als ein Prozent der globalen CO2-Emissionen. Es ist die Verantwortung von VW-Chef Herbert Diess, diesen gigantischen CO2-Fußabdruck schnell zu verkleinern, indem VW aufhört, klimaschädliche Verbrenner auf die Straßen zu bringen.“

VW verspricht höhere E-Auto-Verkäufe, bremst Absatz bis 2025 aber in Wahrheit 

Der Greenpeace-Bericht trägt zehn gebrochene VW-Versprechen zusammen. Etwa, dass VW in Brüssel weiterhin für Plug-in-Hybride lobbyiert, obwohl CEO Herbert Diess öffentlich behauptet, Volkswagen ganz auf E-Autos auszurichten. Oder VWs Ankündigung, den Ridesharing-Dienst MOIA bis 2021 in über 20 Städten einzuführen, der heute gerade in zwei Städten fährt. Erst im März kündigte der Konzern eine Beschleunigung seiner Elektro-Offensive an; 2030 sollen nach neuesten Planungen die Hälfte der verkauften Autos batterieelektrisch fahren. Was VW nicht sagt: Der E-Auto-Absatz im Jahr 2025 soll hingegen niedriger ausfallen, als es schon 2016 geplant war.  

„Jeder Aktionärin, jedem Investor muss Volkswagens Unzuverlässigkeit zu denken geben“, so Tiemann. „Unternehmen, die heute bei ihren Zielen im Klimaschutz wackeln, gehen ein hohes Risiko ein – finanziell durch drohende Strafzahlungen, vor allem jedoch bei der gesellschaftlichen Akzeptanz. Will Herbert Diess seinen Ankündigungen zu Klimaschutz und Mobilitätswende Glaubwürdigkeit verleihen, muss er VWs CO2-Fußabdruck schneller senken.“

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