Presseerklärung

Küstenwache droht mit Beschuss

Russische Behörden stoppen Greenpeace-Schiff

Vier Vertreter der russische Küstenwache haben in den frühen Morgenstunden das Greenpeace-Schiff ‚Arctic Sunrise‘ in der Karasee gegen den Willen des Kapitäns betreten. Um sich Zugang zu verschaffen, hatte die Besatzung der ‚Viktor Kingisepp‘ den Aktivisten zuvor mit harten Maßnahmen bis zum Beschuss ihres Schiffes gedroht. Daraufhin ließen die Umweltschützer eine Durchsuchung ihres Schiffes durch die russischen Behörden unter Protest zu.

Die russische Küstenwache eskortiert seit rund zwei Tagen die ‚Arctic Sunrise‘ auf ihrem Weg zu friedlichen Protesten gegen Ölbohrungen in einem Naturschutzgebiet in der Arktis. Den Aktivisten war die Fahrt durch die Nord-Ost-Passage verwehrt worden, obwohl ihr Schiff die technischen Voraussetzungen und Bestimmungen erfüllt.

„Jetzt muss die deutsche Bundesregierung ihren Einfluss geltend machen und Russland zum Schutz der Arktis auffordern“, sagt Christoph von Lieven von Greenpeace Deutschland. „Beinahe ein Drittel des hier verbrauchten Öls kommt aus Russland. Deutschland ist mit Abstand der größte Abnehmer von russischem Öl und Gas.“

Greenpeace ruft in Deutschland dazu auf, mit für den Schutz der Arktis zu protestieren. Unter www.savethearctic.org können sich Menschen über die aktuelle Greenpeace-Kampagne informieren und daran teilnehmen.

Zum Thema bei Greenpeace:

Arctic Sunrise setzt Fahrt trotz russischen Durchfahrt-Verbots fort

Russland verbietet Greenpeace-Schiff Weiterfahrt durch arktische Gewässer

Rückfragen

Achtung Redaktion!
Rückfragen bitte an: