Presseerklärung

Greenpeace, Fridays for Future und Igor Levit fordern gemeinsam mehr Klimaschutz

Pianist Igor Levit spielt im Dannenröder Wald

Homberg/Ohm, 4. 12. 2020 - Mit einem Klavierkonzert demonstriert Igor Levit heute gegen die Zerstörung intakter Wälder und für eine neue, klimaschonende Verkehrsplanung.

Der Pianist spielt an einer Schneise, die für den umstrittenen Ausbau der Autobahn A49 kahl geschlagen wurde. Das Konzert wird mit Funklautsprechern zu den Umweltschützenden übertragen, die seit Monaten gegen die Zerstörung des Waldes protestieren. Gemeinsam fordern Levit, Fridays for Future Aktivistin Luisa Neubauer und Greenpeace-Waldexpertin Gesche Jürgens die Bundesregierung auf, die Zerstörung von Wäldern für Autobahnen zu beenden. Die Abholzung im Dannenröder Wald folgt auf jahrzehntealte Ausbaupläne für die  Autobahnerweiterung zwischen Kassel und Gießen. Angesichts der eskalierenden Klimakrise fordern Fridays for Future (FFF) und Greenpeace einen Baustopp weiterer Autobahnen und eine klimafreundliche Mobilitätswende.  

„Wälder sind wichtig für den Schutz des Planeten”, sagt Igor Levit. “Ich appelliere an die Politik, achtsam mit unserer Natur umzugehen. Wälder müssen geschützt und bewahrt werden. Sie sind unsere natürlichen Verbündeten gegen die Klimakrise.“

Luisa Neubauer, Aktivistin bei FFF: „Wir befinden uns inmitten multipler ökologischer Krisen. Die Konsequenzen der anhaltenden Zerstörung werden insbesondere junge Generationen tragen müssen. Politikerinnen und Politiker müssen verantwortlich handeln und ihren Kindern und Enkeln einen lebenswerten Planeten erhalten. Diese Zerstörung muss ein Ende finden.“ 

“Von diesem Wald muss ein Signal ausgehen”, sagt Gesche Jürgens, Sprecherin von Greenpeace. “Statt gesunde Wälder zu zerschneiden, um eine Verkehrspolitik von gestern zu zementieren, braucht es einen sofortigen Ausbaustopp aller geplanten Autobahnen. Verkehrsplanungen müssen unter Klimaschutz Aspekten neu bewertet werden.” 

Im Dannenröder Wald halten die Proteste von Umwelt-Aktiven gegen Räumung und Rodung an. Die Schneise durch den Wald für das letzte Teilstück der A49 hat Greenpeace vergangene Woche mit einem Gleitschirmflug auf Twitter dokumentiert. Der Dannenröder Wald ist kein Einzelfall: Mindestens 18 der 44 geplanten neuen Autobahnprojekte im Bundesverkehrswegeplan 2030 werden Wälder und Schutzgebiete beeinträchtigen. Eine aktuelle Studie im Auftrag von Greenpeace zeigt, dass die geplante Trasse der A49 den Dannenröder Wald weit über die gerodete Fläche hinaus schwächen würde: Sie zerschneidet ein zusammenhängendes Waldgebiet und trägt damit zur Erhitzung und Austrocknung der Landschaft bei. Der Wald wäre Extremwettern wie Hitze und Dürre noch stärker ausgesetzt. 

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