Presseerklärung

Umweltaktivisten fordern mehr Klimaschutz von Autokonzern

Greenpeace: Volkswagen - das Problem

Wolfsburg, 05.09.2011 - Am Volkswagen-Hauptgebäude in Wolfsburg haben heute morgen zwölf Greenpeace-Aktivisten ein 16 mal 7 Meter großes Banner entrollt: Climate Change made in Germany lautet die Botschaft, die direkt unter dem Firmenlogo zu lesen ist. Die Aktivisten fordern den Autokonzern mit ihrem Protest auf, seiner Verantwortung für den Klimawandel gerecht zu werden. Die von VW jährlich produzierten Autos weisen den größten CO2-Ausstoß aller europäischen Hersteller auf. Greenpeace fordert von Volkswagen, seine vorhandene Spartechnik komplett und ohne Aufpreis in Serie zu bringen und seinen Widerstand gegen europäischen Klimaschutz aufzugeben.
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Mit aktiver Lobbyarbeit gegen Klimaschutz vorgehen, das spielt sich hinter den Kulissen des Autobauers wirklich ab, sagt Wolfgang Lohbeck, Verkehrsexperte von Greenpeace. VW lässt Millionen von Euro springen, um den Gesetzgeber von strengeren Vorschriften für Abgase abzuhalten. Gleichzeitig präsentiert sich der Konzern nach außen als nachhaltig und um die Umwelt besorgt. So lange das meistverkaufte Golfmodell in seiner Basisversion sechseinhalb Liter verbraucht, ist das eine Irreführung. Greenpeace fordert nicht nur VW als Hersteller mit der größten Verantwortung zum Handeln auf, sondern auch die anderen Autokonzerne. Autos mit sechs Litern Verbrauch sind unverantwortlich, egal von welchem Hersteller. VW muss wegen seines hohen Gesamtaustoßes an CO2 vorangehen. Auf die Forderungen der unabhängigen Umweltschutzorganisation hat der Konzern bisher aber noch nicht reagiert.

Klimaschutz nur für zahlungskräftige Kunden

Etwa 60 Millionen Tonnen CO2 stoßen die innerhalb eines Jahres vom Volkswagen Konzern europaweit verkauften Autos während ihrer Nutzungsdauer aus. Das ist fast genauso viel wie die beiden größten europäischen Konkurrenten PSA, mit den Marken Peugeot und Citroen, und Ford gemeinsam erzeugen und doppelt so viel wie die Autos von BMW und Daimler zusammen ausstoßen. Mit der bei VW längst vorhandenen Technik hätte der Konzern alle Mittel und die Verpflichtung, seine Klimabilanz erheblich zu verkleinern. Bisher wird diese Technik den Kunden nur gegen Aufpreis angeboten. Diese Mehrkosten für die von VW als Blue Motion oder Blue Motion-Technology bezeichnete Spartechnologie liegen um ein Mehrfaches über den Herstellungskosten.

Bereits im Juni dieses Jahres hatte die unabhängige Umweltschutzorganisation im Internet mit der Parodie eines VW-Werbefilms dazu aufgerufen, dass der Konzern sich für mehr Klimaschutz einsetzt. Der Film in der von VW gewählten Star Wars-Thematik wirft ein Licht auf die dunkle Seite des Konzerns. Besucher der Website www.vwdarkside.com können sich an der Greenpeace-Kampagne beteiligen.

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