Presseerklärung

Greenpeace protestiert gegen Walfleischtransport im Hafen von Rotterdam

Rotterdam, 02.04.2010 - Greenpeace-Aktivisten haben sich heute in den frühen Morgenstunden an die Ankertrossen eines Schiffes gekettet, um es am Auslaufen zu hindern. Der Frachter hat eine Ladung isländisches Walfleisch an Bord und sollte heute von Rotterdam aus nach Japan in See stechen. Das Fleisch von dreizehn Tieren der vom Aussterben bedrohten Finnwale aus der isländischen Jagd befindet sich in Kühlcontainern an Deck der Nyk Orion. Greenpeace fordert die Behörden auf, das Fleisch zu beschlagnahmen.
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"Die niederländischen Behörden müssen jetzt Farbe bekennen und sofort handeln", sagt Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack. "Ein klares Signal muss jetzt zeigen: Europa steht für den Walschutz! Wenn Island in die EU will, muss es sich vom Walfang verabschieden."

Mit einer Länge von bis zu 27 Metern ist der Finnwal die zweitgrößte Walart. Wissenschaftler schätzen den Bestand im Nordatlantik auf weniger als 50.000 Tiere. Der internationale Handel mit Walfleisch ist durch das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES (Convention on International Trade of Endangered Species) verboten. Neben den Niederlanden gehört auch Deutschland zu den insgesamt 175 Unterzeichnerstaaten des internationalen Abkommens. Japan und Island weigern sich, das Handelsverbot anzuerkennen.

Im Juni dieses Jahres wird beim Jahrestreffen der Internationalen Walfangkommission IWC über die Aufhebung des Fangmoratoriums entschieden und die Vergabe von Fangquoten an Island, Japan und Norwegen diskutiert. Gleichzeitig bemüht sich Island um die Aufnahme in die Europäische Gemeinschaft.

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