Presseerklärung

Ministerin Klöckner muss liefern - Abbau der Tierbestände in Intensivregionen fehlt

Greenpeace kommentiert Ergebnis der Agrarministerkonferenz zum Umbau der Tierhaltung

Berlin, 27. 8. 2020 – Für den artgerechten Umbau der landwirtschaftlichen Tierhaltung haben heute einstimmig die Agrarministerinnen und -minister von Bund und Ländern gestimmt. Das ist das Ergebnis der heutigen Sonder-Agrarministerkonferenz.
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Bei dem Treffen in Berlin ging es um die Vorschläge der sogenannten Borchert-Kommission zum Umbau der Tierhaltung und zur Finanzierung neuer tiergerechter Ställe.  Eine Machbarkeitsstudie soll ausgeschrieben werden, die die verschiedenen Finanzierungsoptionen prüfen soll. Greenpeace-Aktivistinnen und -aktivisten demonstrierten vor dem Gebäude für einen zügigen Umbau der Tierhaltung. Es kommentiert Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter:

„Das Signal der Agrarministerkonferenz ist erfreulich klar: Die Bundesregierung muss die Reform der Tierhaltung schneller vorantreiben. Die Ausschreibung einer Machbarkeitsstudie zu  Finanzierungsoptionen hätte allerdings längst vorbereitet werden können.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner darf nicht weiter bremsen. Sie muss jetzt Planungssicherheit für die Betriebe schaffen, indem sie eine einheitliche verpflichtende Haltungskennzeichnung für Fleisch und Milchprodukte einführt, die Haltungsvorgaben verschärft und an EU-Recht und das deutsche Tierschutzgesetz anpasst. Und sie muss eine Tierwohlabgabe einführen, um die Bäuerinnen und Bauern beim Umbau zu unterstützen.

Die Agrarminister haben auf der heutigen Konferenz versäumt,  den Abbau der Tierbestände in Intensivregionen nach niederländischem Vorbild in die Wege zu leiten. Diese Grundlage einer klimaverträglichen Landwirtschaft muss nun die Zukunftskommission Landwirtschaft angehen.”

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