Presseerklärung

"Tierleid, Ausbeutung und unhygienische Zustände sind die extremen Folgen der Billigfleisch-Industrie."

Greenpeace-Kommentar zu Corona-Infektionen in Schlachthöfen

Hamburg, 11. Mai 2020 – Weltweit häufen sich Corona-Infektionen in Schlachtbetrieben, auch in Deutschland. Die Fleischindustrie wehrt sich gegen strengere Auflagen und bezeichnet ihre Schlachthöfe als kritische Infrastruktur, deren Betrieb systemrelevant sei. Es kommentiert Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin Stephanie Töwe:

“Die Corona-Pandemie verschärft bekannte Probleme in der Fleischindustrie deutlich. Tierleid, Ausbeutung und unhygienische Zustände sind die extremen Folgen der Billigfleisch-Industrie. Wer systemrelevant sein will, kann nicht auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt Billigfleisch herstellen. Jetzt rächen sich die niedrigen Standards der deutschen Schlachtindustrie. In der der Corona-Krise werden Schlachtereien so zu massiven Infektionsherden.

Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner ignoriert die Missstände der Billigfleisch-Produktion seit Jahren. Die industrielle Fleischproduktion in ihrer jetzigen Form gehört abgeschafft, auch aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes. Der Fleischkonsum muss deutlich sinken. Wir brauchen artgerechte Tierhaltung, weniger Tiere und anständige Standards für Arbeitsbedingungen und Hygiene in den Betrieben”.

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