Presseerklärung

Fotografien von Jordis Antonia Schlösser zeigen Leben und Protest am Rand des Rheinischen Braunkohletagebaus

Greenpeace-Ausstellung in 21 Städten: “Der Abgrund, der mal Heimat war”

Hamburg/Keyenberg, 22. 9. 2020 - Eine Zeitreise durch die bedrohten und bereits abgebaggerten Dörfer am Rande des Rheinischen Tagebaus bietet die neue Greenpeace-Wanderausstellung “Der Abgrund, der mal Heimat war” mit Fotografien von Jordis Antonia Schlösser. Geplant sind 21 Stationen durch ganz Deutschland, der Eintritt ist frei.
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Der Auftakt findet am 22. September in Keyenberg statt, einem der fünf Dörfer, die nach Plänen des Energiekonzerns RWE der Erweiterung des Tagebaus Garzweiler zum Opfer fallen sollen. “Was im Rheinland geschieht, betrifft uns alle: Um die Klimakrise zu bremsen, muss die Kohle im Boden bleiben”, sagt Bastian Neuwirth, Klimaexperte von Greenpeace. “Unsere Ausstellung zeigt eindrücklich das Schicksal der Betroffenen und macht gleichzeitig Mut, den wachsenden Protest zu unterstützen.” Tourplan: https://bit.ly/2FqSzR2 .

Gemeinsam mit Greenpeace hat die Fotografin Jordis Antonia Schlösser eine Ausstellung konzipiert, in der sie Bilder aus den Jahren 2002 und 2019 jeweils paarweise gegenüberstellt. Sie lenkt den Blick auf die Menschen, die ihr altes Leben verlieren, auf den wuchernden Tagebau Garzweiler und den wachsenden Widerstand gegen die Abbagerungspläne RWEs. Schlösser kennt das Rheinische Revier seit ihrer Kindheit und kehrte als Fotografie-Studentin und Reporterin immer wieder zu den Gruben und abgebaggerten Dörfern zurück. “So viele Häuser und Dörfer, die ich hier fotografierte, existieren nicht mehr. Alles verschwunden im Nichts. Zu begreifen, was nach dem Bagger kommt, ist fast unmöglich”, sagt sie.

Laschet muss Klima und Heimat schützen

Bis zum Jahr 2038 will RWE im Rheinischen Revier Braunkohle  abbauen. Aktuell sollen noch mehr als 1.500 Menschen aus fünf Dörfern für den geplanten Braunkohletagebau Garzweiler II umgesiedelt werden. Aus energiewirtschaftlichen Gründen wäre dies gar nicht notwendig, denn die Tagebaue liefern bei Erhalt der Dörfer deutlich mehr Braunkohle als für die auslaufende Kohleverstromung noch benötigt und klimapolitisch zulässig. Dies belegt eine im Mai 2020 veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag von Greenpeace (https://act.gp/2Xdzgjd). Um die Pariser Klimaziele einhalten zu können, müssen mehr als  zwei Drittel der von RWE vorgesehenen Braunkohlemengen im Boden bleiben. Greenpeace fordert Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) auf, die unnötige Zerstörung der Dörfer zu stoppen. „In Zeiten der Klimakrise und des Kohleausstiegs muss das sinnlose Opfern von Dörfern aufhören. Armin Laschet muss endlich das Klima und die Menschen in seiner eigenen Heimat vor der Zerstörungswut RWEs schützen“, so Neuwirth.

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Pressesprecherin: Klimaschutz, Kohleausstieg

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