Presseerklärung

Greenpeace-Aktivisten protestieren in Klein Gusborn auf der Südroute der Castorstrecke

Dannenberg, 28.11.2011 - Vier Greenpeace-Aktivisten haben sich in Klein Gusborn zwischen Dannenberg und Gorleben in einem Transporter auf der Straße im Asphalt festgemacht. Eine Durchfahrt ist den elf Castorbehältern auf ihrem Weg vom Verladebahnhof in Dannenberg in das Zwischenlager Gorleben somit versperrt. Auf einem Banner steht "Ausstieg aus Gorleben - Castor Stopp".
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Die Aktivisten protestieren damit gegen den Castortransport ins niedersächsische Wendland und die verlogene Atommüllpolitik der Bundesregierung. Dieser Castoren haben in Gorleben nichts zu suchen. Der Transport ist illegal, so Tobias Münchmeyer, Atomexperte von Greenpeace. Der Strahlengrenzwert wird bis Jahresende überschritten, weiterer Atommüll darf hier nicht gelagert werden. Die Genehmigung des Castortransports ist rechtswidrig.

Greenpeace hatte bereits am 1. November Strafanzeige gegen den niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) wegen der Freisetzung ionisierender Strahlen gestellt. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg lehnte die Strafanzeige zwar ab, gegen den Ablehnungsbescheid hat die unabhängige Umweltschutzorganisation jedoch vergangenen Donnerstag Beschwerde eingelegt.

Die Begründung der Staatsanwaltschaft ist äußerst fadenscheinig und lässt mangelnde Sachkenntnis erkennen, sagt Münchmeyer. Wir sind der Meinung, dass Sander sich einer Straftat schuldig gemacht hat, als er die weitere Einlagerung von Atommüll in das Zwischenlager Gorleben genehmigte. Nach einer Greenpeace-Analyse wird der Strahlengrenzwert am Zwischenlager bis Jahresende überschritten.

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