Presseerklärung

Protest gegen Frachter mit Palmöl / Waldzerstörung für Palmöl-Plantagen heizt Klima auf

Greenpeace-Aktion mit Flaggschiff Rainbow Warrior vor Sumatra

Hamburg / Dumai, 15.11.2007 - Aktivisten des Greenpeace-Schiffes "Rainbow Warrior" demonstrieren heute vor Sumatra gegen das Auslaufen eines Frachters mit Palmöl aus Urwaldzerstörung. Der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker "MT Westama" wollte heute mit 30 000 Tonen Palmöl den Hafen von Dumai in der Provinz Riau auf Sumatra, Indonesien, verlassen. Die Rainbow Warrior ankert derzeit mit dem Banner Palmöl zerstört die Wälder und das Klima direkt neben dem Palmöl-Frachter. Drei Wochen vor der nächsten UN-Klimakonferenz auf Bali, Indonesien, ruft Greenpeace zu einer drastischen Reduzierung der weltweiten Entwaldung zum Schutz des Klimas auf.
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"Die globale Nachfrage nach Palmöl für Lebensmittel, Kosmetik und auch so genannte Bio-Treibstoffe heizt das Klima auf", sagte Sue Connor, Waldexpertin von Greenpeace International an Bord der Rainbow Warrior. "Die Abholzung, Trockenlegung und Brandrodung der indonesischen Torf-Wälder entlässt enorme Mengen gespeicherten Kohlenstoff in die Atmosphäre. Indonesien ist deshalb der weltweit drittgrößte Treibhausgas-Emittent."

Ein von Greenpeace in der vergangenen Woche veröffentlichter Report zeigt auf, dass multinationale Konzerne wie Unilever, Nestlé und Procter & Gamble, Palmöl aus Waldzerstörung in ihren Produkten verarbeiten. "Diese Firmen müssen den Kauf von Palmöl stoppen, bis sie dessen Herkunft aus Plantagen ohne Urwaldabholzung garantieren können", sagt Sue Connor. "Die Palmöl-Expansionspläne auf Sumatra haben das Potenzial, eine Klima-Zeitbombe zu zünden. Die indonesische Regierung muss ein sofortiges Moratorium auf Urwaldzerstörung verhängen."

Etwa ein Fünftel der globalen Treibhausgas-Emissionen stammt aus der Zerstörung klimastabilisierender Wälder - mehr als aus dem weltweiten Autoverkehr. Greenpeace fordert die im Dezember auf Bali versammelten Regierungen auf, innerhalb eines verbindlichen Kyoto-Nachfolgeabkommens den Urwald weltweit unter Schutz zu stellen und Finanzierungsinstrumente dafür zu entwickeln.

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