Presseerklärung

Greenpeace fordert Mutterkonzern von Extra, Real und Kaufhof zum Handeln auf

Gift und Gentechnik in Metros Supermarkt der Zukunft

Rheinberg, 12. 9. 2003 – Mit einem schwarzen Vorhang haben 20 Greenpeace Aktivisten heute den Eingang zum Future Store der Extra-Kette in Rheinberg, Nordrhein-Westfalen verdunkelt. Die Umweltschützer hielten mit verbundenen Augen ein Banner mit der Aufschrift: Augen auf! Extra lässt Verbraucher im Dunkeln. Stoppt Gift und Gentechnik im Essen. Der Grund für die Aktion: Der Extra-Mutterkonzern Metro weigert sich seit Monaten, eine Garantie dafür zu geben, dass die für Extra, Kaufhof und Real produzierten Lebensmittel keine Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten.Greenpeace hat zudem bei Recherchen in den vergangenen drei Monatenimmer wieder hohe Pestizidkonzentrationen im Obst und Gemüse dieserSupermärkte entdeckt.

“Bei ‚Extra‘ werden die Kunden für dumm verkauft”, so Corinna Hölzel, Greenpeace-Verbraucherexpertin. “Computerdisplays an jedem Einkaufswagen und Hightech-Info-Terminals sollen dem Kunden angeblich ausführliche Informationen über Inhaltsstoffe von Lebensmitteln bieten. Doch Metro verschweigt, ob in den Produkten Pestizide und Gentechnik enthalten sind. Der Konzern vertauscht hier bewusst Werbung mit tatsächlicher Information.”

Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher lehnt laut einer Eurobarometer-Studie (2001) Gentechnik im Essen ab. Die Metro AG, die sich selbst eine “ausgeprägte Bereitschaft” bescheinigt, sich Kundenwünschen flexibel anzupassen, muss deshalb Gentechnik aus ihrem Sortiment nehmen und sofortige Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher vor Pestiziden einleiten.

Im Greenpeace-EinkaufsNetz engagieren sich zur Zeit rund 30.000 Verbraucher. Das EinkaufsNetz setzt sich für eine ökologische und sozial gerechte Lebensmittelproduktion ohne Gentechnik sowie gegen Pestizide in Lebensmitteln ein. Die Verbraucher haben die Macht am Markt. Handelsketten müssen Verbraucherinteressen akzeptieren, sich für bessere Qualität, eine naturnahe Landwirtschaft und gegen Gentechnik einsetzen und auf Importeure und Hersteller Druck ausüben.

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