Presseerklärung

Bundesweiter Aktionstag am 17.11. als Aufruf für Kohleausstiegs-Demos

In 54 Städten: Greenpeace Gruppen trommeln für den Klimaschutz

Hamburg, 16. 11. 2018 – Anlässlich der Weltklimakonferenz und der Verhandlungen der Kohlekommission rufen am morgigen Samstag Greenpeace-Ehrenamtliche um 11:55 Uhr („5 vor 12“) bei einem bundesweiten Aktionstag zur Teilnahme an den großen Klimaschutzdemos am 1.12. in Berlin und Köln auf.

Mit Trommeln, Kochtöpfen oder Eimern führen die Ehrenamtlichen bunte Konzerte in 54 Städten auf, darunter in Hamburg, Berlin und München.  „Mit Tausenden Menschen werden wir im Dezember auf die Straße gehen und der Regierung unsere Forderung verdeutlichen: Beendet das schmutzige Kohlezeitalter!”, erklärt  Greenpeace-Klimaexperte Bastian Neuwirth. An den Infoständen verteilen die Aktivisten Informationsmaterialien zu den Demonstrationen Anfang Dezember, zudem können die Passanten dort direkt ihre eigenen Demo-Schilder anfertigen. Ein bundesweiter Trägerkreis, zu dem auch Greenpeace gehört, organisiert die Großdemos unter dem Motto “Kohle stoppen! Klimaschutz jetzt!”.

Mangelnder Klimaschutz trotz Klimakrise

„Obwohl die Folgen der Klimakrise weltweit mit aller Wucht zuschlagen, hat sich die Bundesregierung vom Klimaschutz faktisch verabschiedet“, so Neuwirth. Wegen klimapolitischer Untätigkeit stagnieren die Treibhausgasemissionen in Deutschland seit 2009 auf hohem Niveau. Infolge dessen hat die Bundesregierung das Klimaziel, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren, einfach aufgegeben. „Deutschland und andere Länder heizen mit ihren hohen Treibhausgasemissionen unseren Planeten auf – das haben nicht zuletzt die schweren Dürren und Waldbrände im vergangenen Sommer deutlich gemacht. Es ist daher unverantwortlich, bei der Bewältigung der Klimakrise auch nur eine Sekunde zu zögern“, führt Neuwirth weiter aus. Eine im August veröffentlichte Studie des Fraunhofer Instituts, die Greenpeace in Auftrag gegeben hat, zeigt deutlich: Deutschland kann das Klimaziel 2020 sehr wohl noch erreichen – indem die Regierung Braunkohlemeiler abschalten und drosseln lässt sowie den Ausbau von Photovoltaik und Windkraft beschleunigt.

Kohleausstieg hat internationale Bedeutung

Die geplanten Demonstrationen kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt: In Berlin verhandelt die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission über einen Fahrplan und ein Enddatum für den Kohleausstieg, inklusive erster Maßnahmen vor 2020. Zugleich startet im Dezember die Weltklimakonferenz im polnischen Katowice, wo die Staatengemeinschaft über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens berät. 

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