Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Ministerpräsident José Maria Aznar steht auf dem Standpunkt, dem Untersuchungsausschuss eines Regionalparlaments seien die Angehörigen der Zentralregierung nicht auskunftspflichtig. Aznar veranlasste außerdem, dass weder der Regierungsvertreter in Galicien, Arsenio Fernández de Mesa, noch die Techniker der staatlichen Bergungsgesellschaft Sasemar oder der Chef der Hafenbehörde von La Coruna vor dem Gremium erschienen.

Die Opposition im Madrider Parlament wirft der Regierung daher einen Vertuschungsversuch vor. Offenbar wolle man die bei der Rettungsaktion passierten Pannen und Fehleinschätzungen nicht ans Licht bringen. In dieses Bild passt auch, dass die regierende Partido Popular Aznars den Antrag auf einen Untersuchungsausschuss im Zentralparlament mit ihrer Mehrheit abschmetterte.

Nach dieser de-facto Sabotage des Ausschusses im Parlament von Santiago de Compostela lastet viel Hoffnung auf dem kleinen Strafgericht in Corcubión, wo dem griechischen Kapitän der Prestige, Apostolos Mangouras, zurzeit der Prozess gemacht wird. Auch dort wird die Frage verhandelt, ob es ein Fehler war, den Tanker während eines Sturms auf die offene See zu schleppen anstatt in einen Hafen. Allerdings ist das Gericht hoffnungslos unterbesetzt und zu schlecht ausgestattet, um die Ereignisse erschöpfend aufzuklären. Greenpeace Spanien hatte am Mittwoch dieser Woche bereits eine bessere Ausstattung der Untersuchungsbehörden gefordert.

Unterdessen wird im Baskenland mit einer Ölpest gerechnet. Die dortige Küste war aufgrund günstiger Winde bislang weitgehend verschont geblieben. Jetzt treibt der Wind allerdings das Öl von der Küste Frankreichs in südwestliche Richtung - erste Ölspuren erreichten bereits die Strände im Golf von Biscaya. (hol)

Mehr zum Thema

Freiwillige helfen, die Strände von den Verschmutzungen zu befreien.

Ölkatastrophe in Israel

  • 03.03.2021

Die größte Ölkatastrophe in der Geschichte Israels ist auch ein Versagen der Politik. Satellitenbilder vom Mittelmeer zeigen, dass die Gefahr rechtzeitig zu erkennen gewesen wäre.

mehr erfahren
Die Esperanza fährt vor der Andrew-Plattform vorbei

Ölverschmutzung in der Nordsee

  • 17.08.2020

Eine starke Ölverschmutzung bei einer Plattform in der Nordsee dokumentierten Aktivistinnen und Aktivisten des Greenpeace-Schiffes Esperanza. Sie meldeten den Vorfall den Behörden.

mehr erfahren
Portrait Christian Bussau

Umweltkatastrophe in Arktis

  • 15.06.2020

Was bedeutet die Ölkatastrophe in Russland für Mensch, Tier und Umwelt – und wie hängt das alles mit der Klimakrise zusammen? Ein Interview mit Dr. Christian Bussau von Greenpeace.

mehr erfahren
Greenpeace-Aktivisten vor BP-Hauptquartier in London

Weg vom Öl

  • 05.02.2020

Erster Tag im Amt, und schon Ärger mit Greenpeace: Auch vom neuen Chef des Ölkonzerns BP fordern die Umweltschützer, endlich den Kurs auf Klimarettung zu stellen.

mehr erfahren
Greenpeace-Aktivisten und Aktivistinnen protestieren im Schlauchboot vor der Brent Bravo und Brent Alpha. An einem Betonsockel hängt ein Banner "Clean up your mess, Shell!"

Dreckiges Ölgeschäft

  • 14.10.2019

Shell will alte Plattformen mit 11.000 Tonnen Öl in der Nordsee verrotten lassen. Dagegen protestieren seit heute Morgen Greenpeace-Aktivisten und kletterten auf zwei Plattformen.

mehr erfahren
Greenpeace-Kletterer protestieren an der BP-Plattform gegen weitere Bohrungen nach Öl. Sie haben ein Banner dabei mit der Aufschrift "Climate Emergency"

Öl auf Abwegen

  • 20.06.2019

Seit neun Tagen halten Greenpeace-Aktivisten und Aktivistinnen den Öl-Konzern BP in Atem; „Klimanotstand“ steht auf dem Banner, mit dem sie auf eine Ölplattform kletterten.

mehr erfahren