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Weiter hieß es, dass die Regierung in Madrid in einem Bericht an den Internationalen Kompensationsfonds für Ölverschmutzungen (IOCP) von 2900 Kilometer verseuchter Küste ausgehe - dreimal so viel wie bislang genannt. Aus dem Bericht solle auch hervorgehen, dass die Reinigungsarbeiten am Festland und auf dem Meer eine Milliarde Euro kosten werden.

Doch nicht nur die Naturschönheiten der Galicischen Küste werden durch die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte Spaniens in Mitleidenschaft gezogen. Seitdem die Prestige am 19. November gesunken ist, hat sich die Zahl der verendeten Meerestiere in der Region verfünfacht. Allein zwischen November und Januar seien 63 tote Schildkröten sowie 54 Delfine und Wale an der Küste Galiciens angeschwemmt worden, berichteten Tierschützer. Das stark schwefelhaltige Öl schädige deren Atemwege, das Nervensystem und den Magen.

Wie die Zeitung El Mundo berichetete, kann eine Bergung des Öls sich wegen fehlender Technik noch lange hinauszögern. Die Wrackteile der Prestige liegen in fast 4.000 Meter Tiefe. Noch nie zuvor wurde ein Abpumpen von Öl aus einer solchen Lage versucht. Experten schätzen, dass es mindestens neun Monate dauern und 230 Millionen Euro kosten würde. Die Alternative wäre das Umschließen der Wrackteile mit einer Betonschicht. Auch dieses Verfahren wurde noch nie in der Tiefe angewandt. Als Dauer geben die Fachleute hier zwei Jahre an und die Kosten lägen bei 130 Millionen Euro. Zunächst müssen erst einmal Machbarkeitsstudien erstellt werden. Sollten die Bergungsarbeiten dann jedoch nicht im Sommer beginnen, würden sie sich witterungsbedingt um ein ganzes Jahr verschieben - währenddessen treten täglich weitere zwei Tonnen Öl aus.

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