Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Simrishamn ist nach derzeitigem Stand vom Öl verschont geblieben. Keine Verschmutzungen am Strand, keine ölverschmierten Vögel. Das Hafenbecken ist vorsorglich mit Ölsperren abgeschottet worden. Im südlicher gelegenen Skillinge sieht es etwas anders aus. Der Strand ist leicht verschmutzt und Bussau hat 75 ölverschmierte Schwäne gezählt. Rund die Hälfte der Vögel ist stark, die andere teilweise geschädigt. Andere Vögel wie Graureiher und Stockenten wiesen keine Verschmutzungen auf. Das Hafenbecken ist auch hier abgesperrt, Soldaten versuchen, das Öl mit Holzmehl zu neutralisieren.

Am schlimmsten hat es Sandhammaren getroffen. Hier ist der Strand kilometerlang auf einer Breite von einem bis drei Metern stark mit Öl verschmutzt. Rund 200 Menschen, Soldaten im Großeinsatz und Freiwillige, bemühen sich fieberhaft den Strand zu säubern. Das Öl wird mit Schaufelladern und LKWs weggeschafft. Beißender Gestank liegt über der Gegend. Weiter südlich in Kaseberga dagegen sind Strand und Steilküste nur leicht verschmutzt. Ölsperren wurden ausgebracht und auch das Hafenbecken ist abgesperrt worden.

Auch in Ystad hat Bussau keine größeren Ölverschmutzungen feststellen können. Die östlich der Stadt gelegene Region Nybrostrand war am Donnerstagvormittag nicht von dem Unglück betroffen. Im Westen der Stadt war der Strand ebenfalls sauber. Allerdings soll mittlerweile Öl in den Segelhafen von Ystad geschwemmt worden sein. Freiwillige Helferinnen und Helfer haben mit Säuberungsarbeiten begonnen.

Es scheint, als habe die südostschwedische Küste Glück im Unglück gehabt. Das gute Wetter hat die Arbeiten auf dem Wasser erleichtert. Rund 90 Prozent des ausgeflossenen Öls soll von Spezialschiffen aufgenommen worden sein. Insgesamt hatte die 'Fu Shan Hai' knapp 1800 Tonnen Schweröl als Treibstoff an Bord. Die noch im Schiff befindlichen 600 Tonnen sollen abgepumpt werden. Inzwischen steht auch fest, dass der gesunkene Frachter keine Pestizide sondern Kaliumkarbonat, besser bekannt als Pottasche, geladen hatte. Pottasche ist glücklicherweise ungiftig für die Umwelt.

Mehr zum Thema

Freiwillige helfen, die Strände von den Verschmutzungen zu befreien.

Ölkatastrophe in Israel

  • 03.03.2021

Die größte Ölkatastrophe in der Geschichte Israels ist auch ein Versagen der Politik. Satellitenbilder vom Mittelmeer zeigen, dass die Gefahr rechtzeitig zu erkennen gewesen wäre.

mehr erfahren
Die Esperanza fährt vor der Andrew-Plattform vorbei

Ölverschmutzung in der Nordsee

  • 17.08.2020

Eine starke Ölverschmutzung bei einer Plattform in der Nordsee dokumentierten Aktivistinnen und Aktivisten des Greenpeace-Schiffes Esperanza. Sie meldeten den Vorfall den Behörden.

mehr erfahren
Portrait Christian Bussau

Umweltkatastrophe in Arktis

  • 15.06.2020

Was bedeutet die Ölkatastrophe in Russland für Mensch, Tier und Umwelt – und wie hängt das alles mit der Klimakrise zusammen? Ein Interview mit Dr. Christian Bussau von Greenpeace.

mehr erfahren
Greenpeace-Aktivisten vor BP-Hauptquartier in London

Weg vom Öl

  • 05.02.2020

Erster Tag im Amt, und schon Ärger mit Greenpeace: Auch vom neuen Chef des Ölkonzerns BP fordern die Umweltschützer, endlich den Kurs auf Klimarettung zu stellen.

mehr erfahren
Greenpeace-Aktivisten und Aktivistinnen protestieren im Schlauchboot vor der Brent Bravo und Brent Alpha. An einem Betonsockel hängt ein Banner "Clean up your mess, Shell!"

Dreckiges Ölgeschäft

  • 14.10.2019

Shell will alte Plattformen mit 11.000 Tonnen Öl in der Nordsee verrotten lassen. Dagegen protestieren seit heute Morgen Greenpeace-Aktivisten und kletterten auf zwei Plattformen.

mehr erfahren
Greenpeace-Kletterer protestieren an der BP-Plattform gegen weitere Bohrungen nach Öl. Sie haben ein Banner dabei mit der Aufschrift "Climate Emergency"

Öl auf Abwegen

  • 20.06.2019

Seit neun Tagen halten Greenpeace-Aktivisten und Aktivistinnen den Öl-Konzern BP in Atem; „Klimanotstand“ steht auf dem Banner, mit dem sie auf eine Ölplattform kletterten.

mehr erfahren