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ExxonMobil vertritt hingegen den Standpunkt, dass sich die betroffenen Landstriche in Alaska schon längst vollkommen von dem Ölunfall erholt hätten. Damals waren über 41 Millionen Liter Rohöl ausgelaufen. Interessant wäre es zu erfahren, wie Exxon den neuesten Befund der Forscher der US-Behörde Geological Survey erklären würde. Die sprachen jetzt davon, dass das Rohöl in die Strände eingesickert sei und solange dort verbleibe, bis es von Nahrung suchenden Seeottern wieder ausgegraben würde.

Die Forscher zeigten sich überrascht davon, wie lange das Öl sich hält. Das sei nicht vorhersehbar gewesen. Deswegen hatten sie unmittelbar nach der Ölpest prognostiziert, dass sich die schwer getroffenen Orca-Walbestände innerhalb von 10 Jahren erholen würden. Das trat jedoch nicht ein. Noch heute zeigen sie deutliche Spuren der Tankerkatastrophe. Genauso wie die Seeotter, in denen nach wie vor eine erhöhte Menge eines Eiweißes nachweisbar ist, das nach Kontakt mit Öl auftritt. Einzig bei acht Seevogelarten lassen sich Anzeichen einer Erholung beobachten.

Dass sich die Situation bald ändern könnte, erwarten die Wissenschaftler nicht. Allerdings könnten die neuen Erkenntnisse über die Dauerhaftigkeit der Ölpestfolgen zu neuen Forderungen gegenüber Exxon führen. Laut einer zivilrechtlichen Entscheidung von 1991 über 900 Millionen US-Dollar dürften die staatlichen Stellen noch 100 Millionen Dollar für die unvorhersehbaren Folgen nachfordern.

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