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Ein Windrad
Bernd Lauter / Greenpeace

Greenpeace-Energy-Studie untersucht Bedeutung von Windgas für Energiewende

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

80 Prozent Erneuerbare Energien bis 2050 – so sieht das Ziel der Bundesregierung für die deutsche Stromversorgung aus. Was ehrgeizig klingt, reicht für einen effizienten Klimaschutz allerdings nicht aus – das belegt auch eine neue Studie von Greenpeace Energy. Die Untersuchung (durchgeführt von der OTH Regensburg und dem Analyseinstitut Energy Brainpool) befasst sich mit der Bedeutung von Windgas für die Energiewende. Das Ergebnis: Durch die Technologie kann Deutschland bis 2050 eine Stromversorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien erreichen - und dabei Milliarden sparen.

Windgas-Technologie nutzt überschüssigen Strom

Bisher wird Wind- und Solarstrom, der gerade nicht verbraucht oder vom Netz aufgenommen werden kann, kaum genutzt. Mit dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien steigt dieser Stromüberschuss immer weiter an – in den nächsten Jahrzehnten auf rund 20 Prozent der deutschen Bruttostromerzeugung des Jahres 2012.

Die Windgas-Technologie speist Strom aus Wind und Sonne als Wasserstoff oder Methan in vorhandene Gasspeicher ein. So kann man Überschussmengen speichern und Phasen mit wenig Wind oder Sonneneinstrahlung überbrücken. „Die Speicherkapazitäten im Erdgas-System reichen theoretisch aus, um den deutschen Strombedarf für mehr als drei Monate zu decken“, erklärt Prof. Dr. Michael Sterner von der OTH Regensburg. „Keine andere Speichertechnologie in Deutschland hat dafür ausreichende Kapazitäten.“

Mehr Anlagen für günstige Energiewende

Laut Studie könnten die Windgas-Anlagen bis 2050 so ein jährliches Ersparnis zwischen zwölf und achtzehn Milliarden Euro liefern. „Das ist nicht nur deutlich günstiger als der von der Bundesregierung angestrebte Mix aus 80 Prozent erneuerbaren und 20 Prozent fossilen Energieträgern“, erklärt Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation bei Greenpeace Energy. „Es bedeutet auch eine volle Versorgungssicherheit für den Industriestandort Deutschland.“

Zudem ist ein weiterer Ausbau der Windgas-Anlagen der schnellste Weg zu einer Stromerzeugung aus vollständig Erneuerbaren Energien.  Die Voraussetzung dafür: Der Bau von maximal 134 Gigawatt an Windgas-Anlagen bis 2050. Sterner sieht es als eine Frage der Vernunft, diesen Bedarf zu decken, denn: „Ohne eine Speicherwende ist die Energiewende nicht zu schaffen.“

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