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Gegen den größten japanischen Atomkraftwerksbetreiber TEPCO (Tokyo Electric Power) wird keine Anklage wegen gefälschter Sicherheitsberichte erhoben. Das entschied die Behörde für nukleare und industrielle Sicherheit. Es gebe keine klaren Hinweise darauf, dass das Unternehmen gegen das Stromversorgungsgesetz oder die nuklearen Bestimmungen verstoßen habe.

TEPCO hatte kürzlich zugegeben, von 1986 bis Mitte der neunziger Jahre in 29 Fällen Inspektionsberichte gefälscht zu haben. Risse in 13 Atomkraftwerken wurden vertuscht. Fünf Spitzenmanager zogen die Konsequenz und kündigten ihren Rücktritt an. Der japanische Industrieminister Takeo Hiranuma hatte seit Jahren von dem Betrug gewusst, ohne die Öffentlichkeit zu informieren.

Die Behörde begründet ihre jetzige Entscheidung damit, dass das Unternehmen die beanstandeten Schäden in den Kraftwerken inzwischen habe beheben lassen. Yoshihiko Sasaki, Leiter der Behörde, hält zwar für möglich, dass TEPCO die technischen Erfordernisse für den Betrieb seiner Reaktoren in einigen Fällen nicht erfüllt habe. Diese Verstöße hätten aber durch die zwischenzeitlichen Reparaturen nicht mehr exakt genug festgestellt werden können.

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