Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Der Staat fühlt sich bedrängt, weil die Leute immer häufiger die Undurchsichtigkeit der Kernenergie hinterfragen. Außerdem deckt Greenpeace weiterhin Transporte von Plutonium und Uranabfällen auf. Deshalb greift der Staat jetzt auf Geheimdienste zurück, um eine Atomindustrie zu schützen, die sich von der Forderung nach Transparenz heimgesucht fühlt, erklärt Pascal Husting von Greenpeace Frankreich.

Rückblick: Am 19. Februar 2003 hatten Greenpeace-Aktivisten einen Lastwagen gestoppt, der sich auf dem Weg von der so genannten Wiederaufarbeitungsanlage La Hague zu den atomaren Anlagen von Cadarache befand. Beladen war der LKW mit 150 Kilogramm hochgiftigem Plutonium - einer Menge, die für rund 20 Atombomben reicht.

Mit der Aktion wollte Greenpeace auf die geheimen, regelmäßigen Plutoniumtransporte durch ganz Frankreich aufmerksam machen. Dazu wurde die genaue Route des Transportes auch im Internet veröffentlicht. Ein Vorgehen, das inzwischen durch verschärfte Geheimhaltungsgesetze verboten wurde.

Vor zwei Wochen waren die an der Aktion beteiligten Aktivisten vor dem Gericht von Chalon-sur-Saône erschienen. Im Laufe der Sitzung kam heraus, dass der französische Geheimdienst Teile der Akten beschlagnahmt hatte. Ende vergangener Woche erhielten drei der Aktivisten dann die Vorladung. Sie werden am Dienstag und Donnerstag vom Geheimdienst zu der Aktion befragt. (Autorin: Nadine Behrens)

Mehr zum Thema

Projektion am AKW Grohnde: Für ein atomstromfreies Europa

Anti-Atomkraft-Appell an die Bundesregierung

  • 21.01.2022

Die EU will Energie aus Gas und Atomkraft als nachhaltig einstufen. Greenpeace und weitere Verbände fordern in einem gemeinsamen Appell von der Bundesregierung, dieses Vorhaben zu verhindern.

mehr erfahren
Die vier Kühltürme des Atomkraftwerks Mochovce in der Slowakei

Falsches Grün

  • 07.01.2022

Kapern Atomenergie und Gas gerade den Green Deal der EU und machen ihn damit unbrauchbar? Umweltschützende protestieren gegen den Plan, Risikotechnologien als nachhaltig zu verkaufen.

mehr erfahren
Expert:innen in Tschernobyl

Gefährliches Gestern

  • 25.04.2021

Die Katastrophe von Tschernobyl rückt in die Vergangenheit, ihre Folgen verschwinden aber nicht aus der Gegenwart. Sie sind eine Mahnung – auch an Atomkraftbefürworter:innen.

mehr erfahren
Dunkle Wolken über Fukushima

Gefährliche Mythen

  • 13.04.2021

Mit bewussten Fehleinschätzungen wird der Plan gerechtfertigt, Millionen Liter radioaktives Wasser aus Fukushima ins Meer abzulassen. Greenpeace entkräftet diese Halbwahrheiten.

mehr erfahren
Luftbild vom Atomkraftwerk Fukushima

Der ewige Denkzettel

  • 11.03.2021

Die Katastrophe ist nicht vorbei: Auch zehn Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima leiden japanische Bürger:innen unter den Folgen – während die Regierung Normalität vorgaukelt.

mehr erfahren
AKW Gundremmingen

Nichts gelernt

  • 03.03.2021

Hat die Nuklearkatastrophe von Fukushima zu mehr Sicherheit in europäischen Atomkraftwerken geführt? Offenbar nicht: Ein aktueller Greenpeace-Bericht belegt die Versäumnisse.

mehr erfahren