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Kreativ gegen McGenfood

Greenpeace startet einen Designwettbewerb gegen Gentechnik bei McDonald’s. Denn der Fast-Food-Riese setzt wieder Gen-Futter in der Fleischproduktion ein.

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Grafiker, Designer und Kreative sind auf der Website www.McGen.de aufgerufen, ein zentrales Kampagnenmotiv zu entwerfen. Ziel ist es, den Burger-Riesen zu einer nachhaltigeren Produktion ohne Gentechnik zu bewegen. Der Wettbewerb endet am 20. Oktober 2014. Die besten Entwürfe werden prämiert und begleiten zudem die Greenpeace-Gentechnikkampagne.

„Wir wollen mit dem Wettbewerb viele gute und kluge Ideen sammeln, um McDonald's zu motivieren, auf Gen-Soja im Tierfutter zu verzichten. Das wäre ein erster und relativ leichter Schritt zu mehr ökologischer Verantwortung“, sagt Stephanie Töwe, Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin. „In Frankreich, der Schweiz und Österreich verzichtet der Burger-Konzern weiterhin auf Gen-Pflanzen im Hähnchenfutter. Und beweist damit, dass es ohne Gentechnik geht!“

McDonald´s Unhappy Meal: Risiken durch Gen-Futter

Vor 13 Jahren  - nach einer Greenpeace-Kampagne - erklärte McDonald´s, europaweit den Einsatz von Gen-Futter aus der Produktion es Hähnchenfleisches zu verbannen. Sie reagierten damit auf die Forderung einer großen Verbrauchermehrheit, die keine Gentechnik im Essen und im Tierfutter haben will.

Für den aktuellen Rückschritt nennt McDonald´s wirtschaftliche Gründe. Dabei wäre der Burger nur einen Cent teurer, wenn das Unternehmen weiterhin auf gentechnikfreies Tierfutter bei seinen Hähnchenmästern bestehen würde.  Wenig, wenn man bedenkt wie teuer uns und zukünftigen Generationen der Anbau von Gen-Pflanzen zu stehen kommt.

Der hohe Einsatz von gefährlichen Spritzmitteln auf den Gen-Feldern zerstört die Artenvielfalt und führt zu resistenten Unkräutern. Diese müssen mit immer mehr und immer giftigeren Pestiziden bekämpft werden, die dann Wasser und Böden verunreinigen. Anwohner in den südamerikanischen Anbauregionen sind den häufig mit Flugzeugen ausgebrachten Giften zudem schutzlos ausgeliefert. Diese massiven ökologischen Auswirkungen des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen sind McDonald’s bekannt.

McGen: Ich liebe es NICHT

„2,5 Millionen Menschen besuchen täglich in Deutschland eine McDonald’s-Filiale. Ihnen wird verschwiegen, dass Gentechnik in der Produktion steckt  und sie mit dem Kauf der Burger den riskanten Anbau von Gen-Pflanzen fördern“, so Töwe. „Wir wollen mit unserem Ideenwettbewerb das Problem sichtbar machen und die Verbraucher in ihrem Kampf für gute und gesunde Lebensmittel unterstützen.“

Machen Sie mit und fordern Sie Holger Beeck, Präsident von McDonald´s Deutschland auf, wieder auf eine Produktion ohne Gentechnik umzustellen.

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Die Geflügelwirtschaft füttert seit 2014 wieder Gen-Soja. Die Verbraucher können dies nicht erkennen: Lebensmittel wie Milch, Eier, Fleisch von Tieren, die gentechnisch verändertes Futter bekommen haben, müssen nicht gekennzeichnet werden.

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