Mach mit!

Saga


Saga
Zurück zur Schiffsliste
Name des Schiffes:
Saga
Flagge:
PolenPolen
Bruttoraumzahl (BRZ):
7.765
Hauptmaschine (KW):
2.686
Fanggerät:
Pelagisches Schleppnetz
Hauptsächliche Fanggebiete:
Östlicher Zentralatlantik und Nordostatlantik; das Schiff wird seit 2009 mit Schleppgeschwindigkeit in den AWZs Irland, Westsahara und Mauretanien beobachtet.
Wichtigste Zielarten:
Holzmakrele, Makrele, Sardine und Sardinelle
Beifang:
Die Saga riskiert den Beifang von verletzlichen oder bedrohten Arten, darunter Lederschildkröte, Echte und Unechte Karettschildkröte, Hammerhai und Großrochen (einschließlich Mantarochen).
Wirtschaftlicher Eigentümer und dessen Hauptsitz:
Atlantex Sp. Zo.o, in Polen registriert, ist der Eigentümer des Schiffs. 100 Prozent der Atlantex-Anteile gehören Esja Shipping limited , registriert in Zypern. Die Eigentumsverhältnisse von Esja Shipping können nicht geklärt werden. Jedoch war die isländische Firma Samherij unlängst Eigentümer von Atlantex (und Atlantex ist noch auf dessen Website gelistet). Der Direktor von Esja Shipping, Ingvar Juliusson , ist Hauptbuchhalter bei Samherij. Ein Vorstandsmitglied von Atlantex, Bogusław Szemioth, ist ein Honorarkonsul für Island in Polen.
Schiffsnummer (IMO):
8607191
Äußere Kennzeichnung:
GDY-150
Internationales Funkrufzeichen (IRCS):
SNIC

Unfaire Fischereipraktiken

  • Die Saga ist das mit Abstand größte Fangschiff in der polnischen Flotte und eines der größten in Europa. Mit einer Laderaumkapazität von 3.455 Kubikmetern Fisch ist das Fischerei-Monster an der globalen Überfischung beteiligt – nicht zuletzt durch das Befischen von erschöpften Bastardmakrelen- und Sardinellenbeständen vor Westafrika.
  • Bei diesen Fischereien wird der Beifang einiger mehr oder weniger gefährdeter Arten in Kauf genommen, darunter die Lederschildkröte und der Mantarochen. Bei der Fischerei auf Sardinellen in mauretanischen Gewässern landen auch Hammerhaie im Schleppnetz – und sterben sinnlos. Im September 2013 riefen mauretanische Fischer die westafrikanischen Regierungen auf, Megatrawlern (wie der Saga) das Fischen in deren Gewässern zu verbieten.
  • Auch die Saga nutzt die Taktik einer schlauen Beflaggung, um Regeln und Kontrollen zu umgehen: Deshalb fischte sie unter der Flagge von Belize, einem „Billigflaggen-Staat“, bis sie im Juni 2013 auf Polen umgeflaggt wurde.
    2012 war das Schiff unter seinem früheren Namen Blue Wave mit einer illegalen Lizenz in senegalesischen Gewässern unterwegs. Es wurde mit einem Bußgeld für die Fischerei in einer verbotenen Zone Senegals belegt. Im gleichen Zeitraum war der XXL-Trawler in weitere Straftaten involviert: Mindestens einmal wurde das Schiffsüberwachungssystem (VMS) abgeschaltet, und mindestens einmal war die Crew an der Zerstörung von Fanggeräten lokaler handwerklicher Fischer beteiligt. Der Schiffseigner musste ein Bußgeld in Höhe von 30 Millionen CFA-Franc, etwa 46.000 Euro, plus eine Entschädigung für die Zerstörung der Fanggeräte zahlen.

Die Fischerei-Monster agieren als wären sie unbeobachtet.
Lass uns ihnen zeigen, dass sie falsch liegen! Hast du Informationen? Berichte uns hier