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Franziska


Franziska
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Name des Schiffes:
Franziska
Flagge:
NiederlandeNiederlande
Bruttoraumzahl (BRZ):
7.153
Hauptmaschine (KW):
3.579
Fanggerät:
Pelagische Schleppnetze
Hauptsächliche Fanggebiete:
Nordostatlantik, Südostpazifik, östlicher Zentralatlantik; in den AWZs von Mauretanien, Marokko / Westsahara
Wichtigste Zielarten:
Kleine pelagische Fischarten wie die Atlantische Makrele, Hering, Chilenische Bastardmakrele, Blauer Wittling, Sardine
Beifang:
Die Franziska riskiert den Beifang von bedrohten Arten, darunter Hammerhai, Großrochen (einschließlich Mantarochen) und Delfine in den Gewässern vor Westafrika.
Wirtschaftlicher Eigentümer und dessen Hauptsitz:
W. Van der Zwan Zonen Visserij Maatschappij B.V. – Niederlande
Schiffsnummer (IMO):
8802997
Äußere Kennzeichnung:
SCH-54
Internationales Funkrufzeichen (IRCS):
PCXG

Unfaire Fischereipraktiken

  • Der 119 Meter lange Supertrawler namens Franziska hat eine Ladekapazität von über 7.000 Tonnen Fisch. Mit seiner außerdem riesigen Fangkapazität ist er an der Überfischung in globalem Ausmaß beteiligt. Zum Beispiel trug er zur Dezimierung der Bestände der Chilenischen Bastardmakrele im Südpazifik (2007-2010) und der Bestände kleiner pelagischer Fische in Westafrika (2006-2007 und 2010-2014) bei. Durch die jahrelange Überfischung war der Bastardmakrelenbestand im Südostpazifik bis 2011 auf nur noch zehn Prozent des Bestands der späten 1980er Jahre geschrumpft.
  • Die Franziska ändert immer wieder trickreich ihre Beflaggung: Von der niederländischen Flagge wechselte sie zur Flagge des Karibikstaats Belize von 2005 bis 2006, dann zurück zu den Niederlanden von 2007 bis 2009. Anschließend fuhr sie für drei Jahre unter peruanischer Flagge und seit 2013 wieder unter den Farben der Niederlande. Während sie unter peruanischer Flagge fischte, wurde sie noch immer von einem Tochterunternehmen der W. Van der Zwan Zonen Visserij Maatschappij B.V betrieben, erhielt aber Zugang zu Fangrechten und Anlandemöglichkeiten in Peru. Als das Schiff in mauretanischen Gewässern auf die Jagd ging (2006, 2010, 2011 und 2012), war es nicht gezwungen, die Vorschriften des EU-Mauretanien-Abkommens zu beachten, da es nicht unter EU-Flagge operierte – die niederländischen Eigentumsverhältnisse spielten da keine Rolle. Das Schiff konnte diese Vorschriften mehrmals durch die belizische und peruanische Beflaggung umgehen.
  • XXL-Trawler wie die Franziska profitieren stark von indirekter finanzieller Unterstützung, zum einen durch die Befreiung von der Treibstoffsteuer, zum anderen, da die EU den Zugang zu afrikanischen Fischgründen bezahlt.

Die Fischerei-Monster agieren als wären sie unbeobachtet.
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